Comrades Marathon: Ein Tag der Gleichheit in Südafrika
Wichtige Fakten
- • Comrades ist der älteste und größte Ultramarathon der Welt.
- • Das Rennen wechselt jährlich zwischen Up- und Downhill-Strecken.
- • 1975 wurde der Marathon rassisch und geschlechtlich geöffnet.
- • William Seleka rannte nach Depression und persönlichen Verlusten.
- • Rund 91% der rund 20.000 Starter beendeten das diesjährige Rennen.
Rennhintergrund und Teilnahme
Der Comrades Marathon, der 1921 erstmals ausgetragen wurde, ist der älteste und größte Ultramarathon der Welt. Jährlich starten Tausende Läufer auf einer Strecke von etwa 88 Kilometern zwischen Durban und Pietermaritzburg. Lange Zeit nur weißen Männern vorbehalten, öffnete sich das Rennen 1975 für alle Ethnien und Frauen – ein Schritt, der als Symbol gegen die Apartheid diente.
Persönliche Geschichten und Rennverlauf
Der 38-jährige William Seleka begann 2025 mit dem Laufen, um eine schwere Depression nach seiner Scheidung zu bewältigen. Mit Unterstützung des Laufclubs Run Alex bereitete er sich monatelang vor und fand in seiner erkrankten Schwester die Motivation, das Rennen zu finishen. Wenige Kilometer vor dem Ziel litt er unter starken Schmerzen und sang, um sich abzulenken.
Gesellschaftliche Bedeutung
Der Marathon ist tief in der südafrikanischen Gesellschaft verankert; viele Menschen kennen einen Finisher. Trotz der anhaltenden Rassenungleichheit erleben die Teilnehmer während des Rennens einen Tag der Einheit und gegenseitigen Unterstützung. Rund 91% der Läufer erreichten 2026 souverän das Ziel.
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