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Gesellschaft 15.08.2026, 11:43 Aktualisiert: 15.08.2026, 15:01

Jerusalems Schabbat-Streit: Café Basimta im Zentrum des Kulturkampfs

Ultraorthodoxe Juden protestieren samstags vor Café Basimta in Jerusalem.

Wichtige Fakten

  • Ultraorthodoxe Juden protestieren samstags vor Café Basimta in Jerusalem.
  • Das Café ist saisonal und gehört der Gruppe Juden für Jesus an.
  • Säkulare Israelis demonstrieren für das Recht, am Sabbat Kaffee zu trinken.
  • Ultraorthodoxe stellen über 14% der Bevölkerung und wachsen.
  • Bis 2050 könnte ihr Anteil auf circa ein Viertel steigen.

Hintergrund des Konflikts

Seit Wochen kommt es in Jerusalem vor dem Café Basimta zu Auseinandersetzungen. Ultraorthodoxe Juden protestieren samstags, weil das Café am Sabbat geöffnet ist. Säkulare Israelis stellen sich dem entgegen, indem sie bewusst dort ihren Kaffee trinken. Diese Ereignisse ziehen eine starke Polizeipräsenz nach sich, die die Gruppen trennen soll.

Position der säkularen Israelis

Laura Wharton, eine säkulare Aktivistin, betont das Recht säkularer Juden auf freie Lebensführung am Ruhetag. Das Café repräsentiere einen größeren gesellschaftlichen Konflikt: die Frage, wie viel Einfluss religiöse Gruppen auf das öffentliche Leben in Israel haben dürfen. Haim Omri unterstreicht die Sorge, dass die wachsende Ultraorthodoxie die Lebensweise säkularer Juden langfristig gefährden könnte.

Die Sicht der Café-Betreiber

Adel Ben David, die aus Berlin stammt und das Café mit ihrem Mann führt, weigert sich, zurückzuweichen. Sie befürchtet, dass ein Nachgeben die Demonstranten weiter ermutigen würde. Das Café ist mit der Organisation 'Juden für Jesus' verbunden, was zusätzlich für Konfliktstoff sorgt.

Religiöse Perspektive und gesellschaftliche Bedeutung

Rabbi Yitzchak Goldstein versteht zwar die Ablehnung der Sabbatöffnung, kritisiert jedoch die Protestmethoden. Er mahnt, dass niemand anderen seine Lebensweise aufzwingen solle. Insgesamt zeigt der Streit, wie tief die Spaltung in Israel bezüglich der Rolle von Religion im Staat reicht.

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