Copernicus-Bericht: Erneuerbare auf dem Vormarsch, doch Klimakrise verschärft sich
Wichtige Fakten
- • Hitzewellen 2025 vom Mittelmeer bis zum Polarkreis
- • Nord- und Osteuropa erlebten heißestes Jahr seit Beginn
- • CO2-Emissionen durch Waldbrände auf Rekordniveau
- • 70% der europäischen Flüsse führten weniger Wasser
- • EU-Kommission: Erneuerbare müssen schneller ausgebaut werden
Klimarekorde 2025 in Europa
Der Copernicus-Klimabericht 2025 zeigt für Europa zahlreiche Negativrekorde: In 95 Prozent der Regionen lag die Jahrestemperatur über dem Durchschnitt. Die Meeresoberflächentemperatur erreichte den höchsten je gemessenen Wert, und 96 Prozent der europäischen Meeresregionen erlebten mindestens starke marine Hitzewellen. Waldbrände vernichteten im Sommer über eine Million Hektar Land, vor allem in Spanien und Portugal. Die CO2-Emissionen stiegen auf Rekordniveau. Die Flusspegel lagen fast das ganze Jahr unter dem Durchschnitt, 70 Prozent der Flüsse führten weniger Wasser.
Arktis betroffen
Europa ist der sich am schnellsten erwärmende Kontinent. Nord- und Osteuropa erlebten ihr heißestes Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen, darunter Länder wie Island, Norwegen und das Vereinigte Königreich. Die Gletscher in allen Regionen Europas verloren an Masse, besonders stark in Island. Die Schneedecke Ende des Winters war auf dem drittniedrigsten Stand.
Erneuerbare nehmen zu, aber zu langsam
Positiv entwickelt sich der Ausbau der erneuerbaren Energien: Sie deckten 46 Prozent des Strombedarfs in Europa, Solarenergie erreichte einen Rekordanteil von 12,5 Prozent. Doch Dusan Chrenek von der EU-Kommission mahnt: "Das reicht nicht aus. Wir müssen schneller werden." Es brauche eine verdreifachung der Kapazitäten bis 2030. Celeste Saulo von der WMO warnt, dass durch den Rekordanstieg der Treibhausgase das 1,5-Grad-Ziel praktisch nicht mehr erreichbar sei.
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