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Politik 30.07.2026, 13:49 Aktualisiert: 30.07.2026, 23:02

CSD-Attentäter wollte in Mauretanien zum IS

Abdul B. reiste nach Mauretanien, um sich dem IS anzuschließen.

Wichtige Fakten

  • Abdul B. reiste nach Mauretanien, um sich dem IS anzuschließen.
  • Er wurde an mauretanischen Grenze abgewiesen.
  • Prediger Amir Abo A. ist eine Schlüsselfigur für Radikalisierung in Berlin
  • B. schwört im Anschluss-Video dem IS die Treue.
  • Der Anschlag ereignete sich beim Berliner CSD.

Der mutmaßliche Attentäter des Anschlags auf den Berliner Christopher Street Day (CSD), Abdul B., versuchte im Mai 2025, nach Mauretanien auszuwandern, um sich dort der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) anzuschließen. Der 26-Jährige, der am 26. Juli 2026 in Berlin mehrere Menschen tötete, wurde von den Behörden bereits bei seiner Rückkehr nach Deutschland festgenommen.

Recherchen von WDR, NDR und SZ zeigen, dass B. in Mauretanien den radikalen Prediger Amir Abo A. treffen wollte, der ebenfalls aus Berlin stammt und dort eine Schlüsselfigur der salafistischen Szene war. A. betreibt heute Koranschulen in Mauretanien, die an Dschihadisten heranführen sollen. B. chattete mit A., der ihm Wohnungen und Hilfe versprach – unter dem Motto „Bank auf mich, Bruder.“ Mauretanische Grenzbeamte wiesen B. jedoch kurz nach seiner Ankunft wieder aus.

Die deutschen Sicherheitsbehörden warnen, dass Mauretanien sich zum neuen Tummelplatz für Islamisten aus Europa entwickle. Der Prediger A. hatte den B. beeinflusst, wie ein Abschiedsbrief des Attentäters sowie Videos und Chats belegen. Bei der Durchsuchung seines Handys fand man eine Nachricht, in der er dem IS die Treue schwört.

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