Deutsche Wirtschaft wächst trotz Iran-Krieg minimal
Wichtige Fakten
- • BIP im zweiten Quartal 2026 um 0,2 Prozent gestiegen.
- • Auftragsbestand in Industrie so hoch wie nie seit 2015.
- • ifo-Geschäftsklima im Juli dritten Monat in Folge gestiegen.
- • Iran-Konflikt und US-Zölle belasten weiterhin die Konjunktur.
- • Für Gesamtjahr 2026 nur rund 0,5 Prozent Wachstum erwartet.
Wachstum im zweiten Quartal
Die deutsche Wirtschaft ist trotz des Iran-Kriegs im Frühjahr 2026 minimal gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt stieg von April bis Juni um 0,2 Prozent zum Vorquartal, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Es ist das dritte Plus in Folge: nach 0,3 Prozent im Schlussquartal 2025 und 0,4 Prozent im ersten Quartal 2026.
Positive Konjunkturdaten und Stimmung
Zuletzt hatten alle wichtigen Konjunkturdaten nach oben gezeigt: Industrieaufträge, Produktion, Exporte, Baugenehmigungen und Einzelhandelsumsätze zogen an. Der Auftragsbestand in der Industrie erreichte ein Rekordniveau. Die Stimmung in den Chefetagen der Unternehmen hellte sich im Juli den dritten Monat in Folge auf, so das ifo-Institut.
Risiken bleiben bestehen
Trotz der leichten Erholung bleiben große Risiken. Der Iran-Konflikt ist wieder aufgeflammt, was den Ölpreis zeitweise über 100 Dollar trieb. Die Konjunktur leidet zudem unter hohen US-Zöllen und der wachsenden Konkurrenz aus China. Niedrigwasser am Rhein könnte das BIP im dritten Quartal um 0,1 bis 0,2 Prozent dämpfen.
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