Shell profitiert von Irankrieg: Gewinne mehr als verdoppelt
Wichtige Fakten
- • Shells Nettogewinn im 2. Quartal 2026: 9,84 Mrd. US-Dollar (Vorjahr: 4,26 Mrd.)
- • Ölpreis stieg auf über 120 Dollar pro Barrel wegen Störungen in der Straße von Hormus
- • Shells LNG-Produktion in Katar durch Raketenangriff schwer beschädigt; Reparaturen dauern ein Jahr
- • Umweltaktivisten fordern eine Windfall-Steuer zur Unterstützung von Haushalten mit hohen Energiekosten
- • Brent-Ölpreis fiel auf 93,18 Dollar pro Barrel wie am 30. Juli 2026
Shell profitiert von Irankrieg
Shell hat seine Gewinne im zweiten Quartal 2026 im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt. Der Nettogewinn stieg auf 9,84 Milliarden US-Dollar, angetrieben durch die massiv gestiegenen Öl- und Gaspreise infolge des Iran-Konflikts. Der internationale Ölpreis Brent kletterte zeitweise auf über 120 Dollar pro Barrel. Die Gewinnsteigerung wurde durch die Handelsaktivitäten des Unternehmens noch verstärkt.
Rückgang der Produktion
Allerdings litt die Produktion des Konzerns unter dem Konflikt. Die LNG-Produktion in Katar ist seit März eingestellt, nachdem die Anlagen bei einem Raketenangriff schwer beschädigt wurden. Die Reparaturen könnten etwa ein Jahr dauern, so Shell.
Umweltaktivisten kritisieren Shell scharf
Umweltorganisationen wie Friends of the Earth, Greenpeace und Uplift reagierten empört auf die Rekordgewinne und forderten die Einführung einer Windfall-Steuer auf Übergewinne, um Haushalte zu entlasten. Die hohen Energiepreise belasten die Bevölkerung in Europa und weltweit, während Extremsommer mit Waldbränden die Klimakrise verdeutlichten.
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