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International 25.03.2026, 14:46

Dänemark nach Wahl: Lange Koalitionsverhandlungen erwartet

Kein politischer Block erreichte eine Mehrheit im 179-Sitze-Parlament.

Wichtige Fakten

  • Kein politischer Block erreichte eine Mehrheit im 179-Sitze-Parlament.
  • Ministerpräsidentin Mette Frederiksen reichte die Rücktrittserklärung ein.
  • Lars Løkke Rasmussen und seine Moderaten mit 14 Sitzen könnten Königsmacher werden.
  • Der 'königliche Ermittler' soll eine neue Regierungsmehrheit ausloten.
  • Die Sozialdemokraten erzielten ihr schlechtestes Wahlergebnis seit 1903.

Wahlergebnis und Rücktritt

Bei der Parlamentswahl in Dänemark hat weder der linke 'rote Block' noch der rechte 'blaue Block' eine Mehrheit erreicht. Ministerpräsidentin Mette Frederiksen von den Sozialdemokraten reichte daraufhin am Mittwochmorgen beim König Frederik X. die Rücktrittserklärung ihrer Regierung ein. Dies ist ein üblicher Schritt, um die Regierungsbildung einzuleiten. Frederiksen bleibt vorerst geschäftsführend im Amt.

Königlicher Ermittler und Koalitionsverhandlungen

Alle zwölf Parteien sind aufgefordert, dem König einen Vorschlag für einen 'königlichen Ermittler' zu unterbreiten, der eine neue Regierungsmehrheit ausloten soll. Die Sozialdemokraten blieben zwar stärkste Partei, erzielten aber ihr schlechtestes Ergebnis seit 1903. Der linke Block kam auf 84, der rechte auf 77 Sitze, womit die für eine Mehrheit nötigen 90 Mandate verfehlt wurden.

Rolle der Moderaten

Die gemäßigten Moderaten von Lars Løkke Rasmussen gewannen 14 Sitze und könnten damit eine Schlüsselrolle als Königsmacher spielen. Rasmussen, ein erfahrener Politiker und ehemaliger Ministerpräsident, rief die Spitzen von Sozialdemokraten und Venstre auf, sich ihm in der politischen Mitte anzuschließen. Die Regierungsbildung wird voraussichtlich komplex und könnte Wochen dauern.

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