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Gesellschaft 27.03.2026, 18:18 Aktualisiert: 27.03.2026, 23:14

Daily-Mail-Herausgeber vor Gericht: Verlorene Dokumente und Vorwürfe unrechtmäßiger Informationsbeschaffung

Prince Harry und sechs weitere Kläger werfen Associated Newspapers unrechtmäßige Praktiken vor.

Wichtige Fakten

  • Prince Harry und sechs weitere Kläger werfen Associated Newspapers unrechtmäßige Praktiken vor.
  • Tausende Rechnungen an Privatdetektive sind laut Klägerseite vernichtet oder nicht auffindbar.
  • Das Gericht prüft Verbindungen zwischen Privatdetektivrechnungen und nicht veröffentlichten Artikeln.
  • Associated Newspapers bestreitet alle Vorwürfe und verweist auf umfangreiche Dokumentenvorlage.
  • Die Kläger konzentrieren sich auf vier Journalisten, die mit den Vorwürfen in Verbindung stehen.

Zusammenfassung des Verfahrens

Vor dem High Court in London läuft ein zehnwöchiges, millionenschweres Verfahren gegen Associated Newspapers Ltd (ANL), den Herausgeber der Daily Mail. Sieben Kläger, darunter Prince Harry, Elton John und Doreen Lawrence, werfen dem Verlag vor, über Jahre hinweg unrechtmäßige Methoden zur Informationsbeschaffung eingesetzt zu haben, etwa durch Privatdetektive. ANL bestreitet alle Anschuldigungen energisch.

Beweislage und Vorwürfe

Die Klägerseite argumentiert, dass das wahre Ausmaß der Aktivitäten durch verlorene oder vernichtete Dokumente verborgen werde. Anwalt David Sherborne bezeichnete die Lücke zwischen bekannten Zahlungen an Privatdetektive und der geringen Anzahl vorgelegter Rechnungen als "extrem auffällig". Er verwies auf konkrete Beispiele, etwa Rechnungen, die mit einem nie veröffentlichten Artikel über die Schauspielerin Sadie Frost in Verbindung stehen sollen. ANL betonte dagegen eine kooperative Haltung und die Vorlage von über 2.700 Dokumenten.

Weitere Entwicklungen und Streitpunkte

Der Fokus liegt nun auf vier Journalisten, darunter ehemalige Mitarbeiter der Daily Mail. Beide Seiten streiten zudem über die Glaubwürdigkeit eines Privatdetektivs, dessen Aussagen angeblich gefälscht wurden. ANL wies darauf hin, dass viele der ursprünglichen schwerwiegenden Vorwürfe bereits vor oder während des Prozesses zurückgezogen oder erheblich reduziert wurden. Das Verfahren dauert an, und das Urteil wird mit Spannung erwartet.

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