DAX fällt zurück: Iran-Krieg und Ölpreise belasten
Wichtige Fakten
- • DAX schließt 0,53% tiefer bei 24.606 Punkten.
- • Nvidia überzeugt mit robuster Umsatzprognose im KI-Geschäft.
- • Ölpreis Brent bei rund 107 Dollar wegen Iran-Krieg.
- • IEA warnt vor kritischer Ölmarktlage im Sommer.
- • US-Rendite 30-jähriger Staatsanleihen auf höchstem Stand seit 2007.
Marktentwicklung
Der DAX hat nach der jüngsten Gewinnserie am 21. Mai 2026 merklich an Schwung verloren. Der Index schloss bei 24.606 Punkten mit einem Minus von 0,53 Prozent. Damit endete eine dreitägige Zwischenerholung. Auch positive Impulse durch robuste Geschäftszahlen von Nvidia, das eine überraschend starke Umsatzprognose im KI-Geschäft meldete, verpufften weitgehend. Marktbeobachter sehen die Vorsicht der Anleger vor dem Hintergrund des anhaltenden Iran-Krieges als Hauptgrund.
Ölpreise und Konjunktur
Der fehlende Durchbruch im Iran-Krieg ließ die Ölpreise weiter steigen, die Nordsee-Sorte Brent notierte bei rund 107 Dollar je Fass. Der Chef der Internationalen Energieagentur (IEA) warnte vor einer Zuspitzung der Ölmarktlage im Juli und August. Schwache Konjunkturdaten trübten die Stimmung zusätzlich; der Einkaufsmanagerindex für die deutsche Privatwirtschaft blieb unter der Wachstumsschwelle von 50 Punkten.
Internationale Börsen und Ausblick
An der Wall Street lagen die großen US-Indizes moderat im Minus. Hohe Energiepreise drohen die Inflation erneut anzuheizen, weshalb die Rendite 30-jähriger US-Staatsanleihen auf den höchsten Stand seit 2007 stieg. Dies belastet unter anderem Baukredite. Notenbankchef Kevin Warsh sieht sich in der Zwickmühle zwischen geldpolitischer Lockerung und Inflationsrisiko. Dennoch sorgen geplante milliardenschwere Börsengänge von Tech-Firmen wie SpaceX, Open AI und Anthropic für Optimismus.
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