Teilen:
Wirtschaft 21.05.2026, 16:10 Aktualisiert: 21.05.2026, 18:03

IEA-Chef warnt: Ölmärkte steuern im Sommer auf rote Zone zu

IEA erwartet rote Zone bei Ölversorgung im Juli/August 2026.

Wichtige Fakten

  • IEA erwartet rote Zone bei Ölversorgung im Juli/August 2026.
  • Fehlende 14 Millionen Barrel täglich durch Nahost-Konflikt.
  • IEA-Chef hält Ölschock für dramatischer als 1973, 1979 und 2022.
  • Reputation des Nahen Ostens als sicherer Energielieferant beschädigt.
  • IEA kann weitere strategische Reserven freigeben, 80% noch nicht genutzt.

Der Exekutivdirektor der Internationalen Energieagentur (IEA), Fatih Birol, warnt vor einer kritischen Ölversorgungslage im Sommer 2026. Bis Juli/August könnten die Ölmärkte in die 'rote Zone' geraten, da die Vorräte schwinden, die Nachfrage durch die Reisesaison steigt und kaum neue Exporte aus dem Nahen Osten kommen. Birol betonte, dass der aktuelle Ölschock schwerwiegender sei als die Krisen von 1973, 1979 und 2022. Täglich fehlten 14 Millionen Barrel aufgrund der Störungen. Die Reputation des Nahen Ostens als sicherer Energielieferant sei nachhaltig beschädigt. Die IEA stehe bereit, weitere strategische Reserven freizugeben; bisher seien 80% der kollektiven Reserven nicht genutzt. Birol forderte als wichtigste Lösung die vollständige und bedingungslose Wiedereröffnung der Straße von Hormus und prognostizierte, dass Regierungen weltweit ihre Energiestrategien überdenken und verstärkt auf erneuerbare Energien sowie heimische Produktion setzen würden.

Kein Briefing mehr verpassen

Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.

Mit der Anmeldung akzeptieren Sie unsere Datenschutzbestimmungen. Abmeldung jederzeit.