Teilen:
Wirtschaft 20.08.2026, 17:04

DAX rutscht unter 26.000 Punkte: Sorgen um Ölpreise und US-Schulden belasten

DAX fällt unter 26.000 Punkte auf 25.983, viertes Minus in Folge.

Wichtige Fakten

  • DAX fällt unter 26.000 Punkte auf 25.983, viertes Minus in Folge.
  • US-Schulden übersteigen 40 Billionen Dollar, treiben Anleiherenditen hoch.
  • Walmart-Aktie fällt um 8,7 % nach schwachem US-Geschäft.
  • Bitcoin steigt auf über 70.000 Dollar, erholt sich von Tief.
  • JD Sports verliert 15 %, Adidas und Puma ebenfalls schwach.

DAX unter psychologischer Marke

Der DAX hat am Donnerstag weiter nachgegeben und ist unter die Marke von 26.000 Punkten gefallen. Bei Handelsschluss stand der Leitindex bei 25.983 Punkten, ein Minus von 0,4 Prozent. Es ist bereits der vierte Handelstag in Folge mit Verlusten. Noch in der Vorwoche hatte der DAX ein Rekordhoch bei 26.573 Punkten markiert. Die aktuelle Talfahrt wird durch mehrere Faktoren begünstigt.

Belastungsfaktoren: Ölpreise und US-Schulden

Zum einen sind die Ölpreise aufgrund der angespannten Lage am Persischen Golf wieder gestiegen. US-Präsident Donald Trump droht dem Iran mit einem „beispiellosen Wirtschaftskrieg“, was die Preise für Energie und Rohstoffe in die Höhe treibt. Zum anderen belasten hohe Anleiherenditen die Aktienmärkte. Die US-Staatsverschuldung ist auf über 40 Billionen Dollar angewachsen, was das Risiko für Anleger erhöht und zu höheren Renditen führt. Dies verteuert Kredite für Verbraucher und erhöht die Staatsfinanzierungskosten.

Aktien: Walmart und Konsumgüter schwächeln

Der weltgrößte Einzelhändler Walmart verzeichnete zwar ein Umsatzplus von fast sechs Prozent im abgelaufenen Quartal, doch das wichtige US-Geschäft enttäuschte die Analysten. Die Aktie fiel im frühen Handel um 8,7 Prozent, der größte Tagesverlust seit 2022. Auch der Dow Jones startete schwächer. Der Sportartikelhersteller JD Sports verlor an der Londoner Börse rund 15 Prozent nach einer gesenkten Gewinnprognose. Adidas und Puma gaben ebenfalls nach, was auf eine abkühlende Konsumlaune hindeutet.

Bitcoin legt zu

Im Gegensatz dazu zeigte der Bitcoin wieder Stärke: Erstmals seit Juni stieg die Krypto-Leitwährung über 70.000 Dollar, zeitweise bis auf 72.000 Dollar. Unterstützung kam von einem Treffen zwischen US-Präsident Trump und Vertretern wichtiger Krypto-Unternehmen sowie einer Ankündigung des US-Finanzministeriums, das Anleiherückkaufprogramm auszuweiten, was Anleger in alternative Anlagen treibt.

Kein Briefing mehr verpassen

Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.

Mit der Anmeldung akzeptieren Sie unsere Datenschutzbestimmungen. Abmeldung jederzeit.