DAX verliert an Dynamik: Rally verliert an Schwung trotz stabiler US-Inflationsdaten
Wichtige Fakten
- • DAX beendet Handel mit 26.300 Punkten, minus 0,1 Prozent. (10 Wörter)
- • RWE-Ebitda steigt im ersten Halbjahr um 44 Prozent auf über drei Milliarden Euro. (13 Wörter)
- • ThyssenKrupp operativer Gewinn plus 18 Prozent, bleibt unter Analystenerwartung. (12 Wörter)
- • Hapag-Lloyd meldet Kosten von 600 Millionen Dollar wegen Nahost-Krise im zweiten Quartal. (14 Wörter)
- • EU-Kommission genehmigt VW-Verkauf von Everllence-Anteilen für 7,4 Milliarden Euro. (12 Wörter)
DAX-Verlauf: Leichte Verluste nach Rekordjagd
Der DAX startete am Donnerstag mit einem Plus von 0,4 Prozent bei 26.434 Punkten, verlor jedoch im Tagesverlauf an Dynamik und schloss letztlich mit einem Minus von 0,1 Prozent bei 26.300 Punkten. Am Mittwoch hatte der Index noch ein Allzeithoch bei 26.573 Punkten erreicht. Marktanalysten wie Timo Emden von Captrader sehen eine Konsolidierung angesichts der hohen Kursniveaus als gesund an, bemängeln jedoch das Ausbleiben größerer Gewinnmitnahmen. Andreas Lipkow von CMC Markets betont die Hoffnung der Anleger auf stabile Konjunktur trotz gestiegener Energiepreise.
Inflationsdaten und Unternehmensbilanzen im Fokus
Die US-Inflationsrate sank im Juli auf 3,4 Prozent, was die Wahrscheinlichkeit einer Fed-Zinserhöhung im September auf rund 35 Prozent reduzierte. Chefvolkswirt Ulrich Kater von der Deka-Bank sieht starke Gewinnentwicklungen als Treiber der Börsen. Der Energieversorger RWE bestätigte seinen Halbjahresbericht: Das bereinigte Ebitda stieg um 44 Prozent auf über drei Milliarden Euro, der Gewinn wuchs um fast 60 Prozent. SMA Solar präsentierte einen Quartalsgewinn von über 70 Millionen Euro, unterstützt durch Sondererlöse und eine Nachfragesteigerung um fast ein Viertel. ThyssenKrupp verfehlte mit 183 Millionen Euro operativem Gewinn die Analystenerwartung, profitierte jedoch von einer starken Stahlsparte.
Weitere Unternehmensmeldungen und Entwicklungen
Die EU-Kommission genehmigte den Verkauf von 51 Prozent an VWs Großmotorentochter Everllence an Bain Capital für 7,4 Milliarden Euro. Hapag-Lloyd bezifferte die Kosten durch die Schifffahrtskrise im Nahen Osten auf rund 600 Millionen Dollar im zweiten Quartal, das Konzernergebnis fiel auf 71 Millionen Euro. Maersk profitierte trotz Nahost-Krieg von höheren Frachtraten und verdoppelte seinen Gewinn auf 1,3 Milliarden Dollar.
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