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Wirtschaft 09.06.2026, 08:40 Aktualisiert: 09.06.2026, 12:01

DAX verharrt in der Warteschleife: Geopolitik und Uneinigkeit belasten

DAX kaum verändert bei rund 24.620 Punkten.

Wichtige Fakten

  • DAX kaum verändert bei rund 24.620 Punkten.
  • Deutsche Exporte im April drittes Wachstum in Folge (+0,9%).
  • Produktion stieg um 0,4%, von Erholung aber weit entfernt.
  • OpenAI kündigt Börsengang an, SpaceX folgt.
  • Apollo und Blackstone leihen Anthropic 35 Mrd. Dollar für KI-Chips.

Marktstimmung eingetrübt

Der DAX startet am Dienstag praktisch unverändert und notiert bei rund 24.620 Punkten. Die Anleger bleiben zurückhaltend angesichts der weiterhin hohen geopolitischen Risiken im Nahen Osten. Nach leichten Entspannungssignalen zwischen Iran und Israel drohen beide Seiten im Fall von Vertragsverstößen mit neuen Kämpfen. „Zwischen Krisenrauschen, geldpolitischen Fragezeichen und der KI-Euphorie fehlt Anlegern ein verlässliches Navigationssignal“, sagt Analyst Timo Emden. Gewinnmitnahmen verhinderten zuletzt Kursgewinne nach oben.

Konjunkturdaten: Licht und Schatten

Die deutschen Exporte legten im April den dritten Monat in Folge zu, wenn auch nur um schwache 0,9 Prozent. Getrieben wurde das Wachstum vor allem von der Nachfrage aus Europa und den USA. Die Industrieproduktion stieg im April um 0,4 Prozent – Ökonomen sprechen dennoch von einem Trauerspiel. Erwartungen auf eine schnelle Erholung werden durch schwache Auftragseingänge gedämpft: Diese waren Montag unerwartet stark gefallen. Chefvolkswirt Alexander Krüger gibt zu bedenken, dass das Fiskalpaket noch nicht gezündet habe.

Neue Impulse aus Übersee

In den USA richten sich die Blicke auf anstehende Mega-Börsengänge von SpaceX und OpenAI. Das KI-Unternehmen hat den I Gang an die Börse angekündigt. Zudem erhalten der KI-Entwickler Anthropic von Apollo und Blackstone einen Kredit über 35 Milliarden Dollar für den Kauf von KI-Chips. Bleibt die Frage nach den Renditen der milliardenschweren KI-Investitionen – Anleger stehen vor der Herausforderung, die hohen Ausgaben gegen zukünftige Erträge abzuwägen.

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