Trump beruft Lagebesprechung ein: Entscheidung über Iran-Abkommen steht bevor
Wichtige Fakten
- • Trump beruft Sitzung zur endgültigen Entscheidung über Iran-Abkommen ein.
- • Draft-Abkommen sieht 60-tägige Waffenruhe und Öffnung der Straße von Hormus vor.
- • Iran dementiert endgültige Einigung und spricht von noch nicht fertigem Text.
- • Deutsche Inflation sinkt im Mai auf 2,6%; Ölpreise fallen unter 100 Dollar.
- • Dell-Aktie steigt über 30% dank KI-Umsatzsprung von 757%.
Trump will endgültige Entscheidung treffen
US-Präsident Donald Trump hat eine Sitzung im Lageraum des Weißen Hauses einberufen, um über das mit Iran ausgehandelte Rahmenabkommen zu entscheiden. In einem Beitrag auf seinem Netzwerk Truth Social erklärte er, Iran müsse zustimmen, niemals Atomwaffen zu besitzen, und die Straße von Hormus müsse sofort für den Schiffsverkehr geöffnet werden. Er sei bereit, die US-Blockade aufzuheben. Zuvor hatten Axios und die New York Times unter Berufung auf US-Beamte gemeldet, dass beide Seiten eine Absichtserklärung erzielt hätten. Der DAX schloss am Freitag bei 25.104 Punkten nur leicht im Plus, da die Anleger die weitere Entwicklung abwarten.
Iran widerspricht – Vance zeigt sich optimistisch
Die iranische Führung widerspricht jedoch der Darstellung einer endgültigen Einigung. Die den Revolutionsgarden nahestehende Nachrichtenagentur Tasnim berichtete unter Berufung auf eine Quelle im Verhandlungsteam, der Text des Abkommens sei weder fertiggestellt noch bestätigt. US-Vizepräsident JD Vance räumte ein, dass es noch „einige sprachliche Details“ zu klären gebe, blieb aber optimistisch: „Wir sind sehr nahe dran.“ Trump selbst hatte mehrfach Fortschritte signalisiert, aber auch gedroht, den Konflikt notfalls militärisch zu beenden. Die Ölpreise fielen unter 100 Dollar pro Fass, da eine mögliche Öffnung der Straße von Hormus die Versorgungssorgen mildert.
Nahost-Konflikt weitet sich aus
Parallel verschärft sich die Lage in der Region. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu ordnete an, 70 Prozent des Gazastreifens zu besetzen. Im Libanon griff Israel erneut die südliche Hafenstadt Tyros und eine Rafiq-Hariri vor den Toren Beiruts an, wobei mindestens drei Zivilisten getötet wurden. US-Vizepräsident Khamis Mikati verurteilte die Angriffe als „kollektive Bestrafung“. Iran bekräftigte, eine Einigung müsse auch einem Stopp der israelischen Operationen in einem Gazastreifen und einer Gefangenenfreilassung vorsehen. Die UNO-Friedensmission im Libanon mahnte zur Zurückhaltung.
Das könnte Sie auch interessieren
Kein Briefing mehr verpassen
Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.