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Wirtschaft 05.06.2026, 05:26 Aktualisiert: 05.06.2026, 18:02

DAX schließt tiefer: KI-Ausverkauf und Nahost-Konflikte belasten

DAX schließt 0,8% tiefer bei 24.759 Punkten.

Wichtige Fakten

  • DAX schließt 0,8% tiefer bei 24.759 Punkten.
  • Broadcom-Aktie brach um 12,6% nach enttäuschendem KI-Ausblick.
  • US-Arbeitsmarktdaten stark, Fed könnte Zinsen anheben.
  • Anthropic warnt vor KI-Risiken, fordert Entwicklungspause.
  • EY-Studie: Deutsche Autobauer mit Umsatzminus im 1. Quartal.

DAX gibt nach: Gewinnmitnahmen und geopolitische Risiken

Der DAX hat am Freitag mit einem Minus von 0,8 Prozent bei 24.759 Punkten geschlossen. Damit verzeichnet der Leitindex auf Wochensicht einen Verlust von rund 300 Punkten. Belastend wirkte vor allem der weltweite Ausverkauf im KI-Sektor sowie die anhaltenden Spannungen im Nahen Osten. Die Hisbollah und Israel lehnen weiterhin eine Waffenruhe ab.

Globale Tech-Aktien unter Druck

Die wochenlange KI-Rallye ist vorläufig gestoppt. Auslöser war der enttäuschende Ausblick des Chip-Herstellers Broadcom, dessen Aktie um 12,6 Prozent einbrach. Auch in Asien setzten Gewinnmitnahmen ein, so fiel der südkoreanische Kospi um über sechs Prozent. Positive US-Konjunkturdaten, darunter unerwartet starke Beschäftigungszahlen im Mai, führten zu Spekulationen auf Zinserhöhungen durch die Fed, was Tech-Werte zusätzlich belastete.

US-Markt als Klumpenrisiko: Experten mahnen zur Vorsicht

Laut einer Analyse der ARD-Finanzredaktion und UBS-Umfrage wächst das Bewusstsein für das US-Klumpenrisiko: Der schwache Dollar und die hohe Schuldenlast der USA machen Investments für Anleger zunehmend riskant. Steigende Staatsdefizite und eine starke Konzentration auf den Tech-Sektor verstärken die Bedenken, dass die US-Konjunktur weniger breit aufgestellt ist.

Deutsche Autobauer unter Druck

Eine EY-Analyse zu 19 großen Autokonzernen belegt: Volkswagen, Mercedes und BMW verzeichnen im ersten Quartal Umsatz- und Gewinnrückgänge, während ausländische Wettbewerber in den USA, Japan und Europa zulegten. Strukturwandel und Rückgang wichtiger Auslandsmärkte belasten die deutschen Hersteller.

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