Deutsche BIP überrascht mit leichtem Wachstum trotz Iran-Krieg
Wichtige Fakten
- • BIP im ersten Quartal 2026 um 0,3% höher als Vorquartal.
- • Private und staatliche Konsumausgaben sowie Exporte stiegen.
- • Importpreise stiegen im März um 3,6% zum Vormonat.
- • Einzelhandel verzeichnete stärksten Umsatzrückgang seit Okt. 2022.
- • Iran-Krieg belastet Ölpreise, Lieferketten und Exportmärkte.
Überraschendes BIP-Wachstum im ersten Quartal
Nach vorläufigen Daten des Statistischen Bundesamtes wuchs die deutsche Wirtschaft im ersten Quartal 2026 im Vergleich zum Vorquartal um 0,3%. Dies übertraf die Erwartungen, die aufgrund des Iran-Kriegs gedrückt waren. Das Wachstum wurde vor allem durch höhere private und staatliche Konsumausgaben sowie gesteigerte Exporte gestützt. Allerdings revidierte das Amt die Vorquartalszahl auf nur 0,2% nach unten.
Krisenfaktoren bremsen Aufschwung
Trotz des soliden Starts warnen Ökonomen vor den Folgen des Iran-Konflikts. Steigende Öl- und Spritpreise sowie Probleme in den Lieferketten belasten die stark von Rohstoffimporten abhängige deutsche Wirtschaft. Die Importpreise stiegen im März um 3,6% zum Vormonat – so stark wie zuletzt bei Angriff Russlands auf die Ukraine vor vier Jahren. Der Einzelhandel verzeichnete im März den stärksten Umsatzrückgang seit Oktober 2022, wie Reuters berichtet.
Hoffnung auf baldige Hormus-Öffnung
KfW-Konjunkturexperte Sebastian Wanke betonte, die Daten deuteten auf ein starkes Jahr hin – doch nun bleibe die Hoffnung auf eine baldige Öffnung der Straße von Hormus, damit die Wachstumskräfte wieder durchatmen können.
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