Deutsche Exporte starten mit Dämpfer ins Jahr 2026
Wichtige Fakten
- • Deutsche Exporte sanken im Januar 2026 um 2,3% auf 130,5 Mrd. Euro.
- • Exporte nach China brachen um 13% ein, während USA mit +11,7% wichtigster Markt blieben.
- • Importe gingen um 5,9% zurück – stärkster Rückgang seit April 2020.
- • Die ifo-Exporterwartungen stiegen im Februar leicht in den positiven Bereich.
- • Für 2026 erwartet der BGA ein Exportplus von 0,6% trotz geopolitischer Risiken.
Exportrückgang zu Jahresbeginn
Die deutschen Exporte sind im Januar 2026 mit einem deutlichen Minus von 2,3% zum Vormonat gestartet, auf 130,5 Milliarden Euro – der stärkste Rückgang seit Mai 2024. Noch stärker brachen die Importe um 5,9% ein, das größte Minus seit April 2020. Diese Daten bestätigen einen schwachen Jahresauftakt für die deutsche Wirtschaft, begleitet von Rückgängen in Industrieaufträgen, Produktion und Einzelhandelsumsätzen.
Regionale Unterschiede und China-Schock
Während die Exporte in die EU-Staaten um 4,8% schrumpften und nach China um 13% einbrachen, verzeichneten die USA als wichtigstes Exportland ein kräftiges Plus von 11,7%. Ökonomen sprechen von einem dreifachen China-Schock für deutsche Exporteure: schwächere Nachfrage in China, zunehmender Wettbewerb durch chinesische Hersteller und Abhängigkeit von Seltenen Erden. Trotz hoher US-Zölle unter Präsident Trump bleibt die Nachfrage aus den USA robust, wobei die volle Wirkung der Zölle erst 2026 erwartet wird.
Ausblick und Risiken
Nach einem leichten Wachstum 2025 rechnet der Außenhandelsverband BGA für 2026 mit einem Plus von 0,6%. Die ifo-Exporterwartungen stiegen im Februar leicht positiv, doch eine breite Erholung steht noch aus. Geopolitische Risiken wie der Iran-Krieg und steigende Ölpreise belasten die Exportnation Deutschland zusätzlich, da sie den Warentransport verteuern und Unsicherheit schaffen.
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