Deutschland erwartet regionale Klimaextreme und neue Prognosewerkzeuge
Wichtige Fakten
- • Hitzewellen nehmen bis 2100 in Ost- und Süddeutschland besonders zu.
- • Niederschläge steigen im Winter im Norden und Frühling im Nordosten.
- • 2025 war das achtwärmste Jahr in Deutschland seit 1881.
- • Der DWD stellt neue Referenz-Ensembles für regionale Klimaanpassung vor.
- • Windarme Bedingungen 2025 führten zu stagnierender Windstromerzeugung.
Klimaprojektionen und regionale Unterschiede
Nach Berechnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) werden sich Hitzewellen bis zum Ende des Jahrhunderts in Deutschland häufen, mit besonderer Betroffenheit in Ost- und Süddeutschland, während andere Regionen mehr Niederschlag erwarten. Die Meteorologen verglichen den Zeitraum 1961–1990 mit Prognosen für 2071–2100 und stellten fest, dass steigende Temperaturen alle Jahreszeiten betreffen, am stärksten jedoch den Sommer.
Neue Werkzeuge und historische Daten
Der DWD präsentierte neue Referenz-Ensembles, eine regionale Datengrundlage für Klimaanpassungsmaßnahmen, basierend auf internationalen Klimaprojektionen. Rückblickend war 2025 mit einer Durchschnittstemperatur von 10,0 Grad Celsius das achtwärmste Jahr seit 1881, obwohl es eine "Atempause" nach drei Rekordjahren darstellte. Seit der vorindustriellen Zeit ist die Temperatur in Deutschland um 2,5 Grad gestiegen.
Auswirkungen auf Energie und Niederschläge
Die Wetterbedingungen 2025 waren günstig für Solarstrom durch überdurchschnittliche Sonneneinstrahlung, aber windarm, was zu stagnierender Windstromerzeugung führte. Bei Niederschlägen sind die Unsicherheiten größer, mit höchsten Zunahmen im Winter im Norden und Frühling im Nordosten, während Trockenheit im Sommer im Westen zunimmt. Die zunehmende Trockenheit stellt ein Schlüsselproblem für die Klimaanpassung dar.
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