Klingbeil plant Steuerentlastung für kleine und mittlere Einkommen
Wichtige Fakten
- • Klingbeil will bald Steuerreform-Konzept vorlegen.
- • Entlastung von 95% der Beschäftigten („einige hundert Euro/Jahr“).
- • Gegenfinanzierung über höhere Belastung von Spitzenverdienern geplant.
- • Union lehnt reine Umverteilung ab, will auch Leistungsträger berücksichtigen.
- • Umsetzung zum 1. Januar 2027 geplant.
Finanzminister Klingbeil treibt Steuerreform voran
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) arbeitet mit Hochdruck an einem Konzept für eine umfassende Steuerreform. Das gab er in einem Interview der Süddeutschen Zeitung bekannt. Ziel ist eine deutliche Entlastung von kleinen und mittleren Einkommen. „Diejenigen, die jeden Tag den Laden am Laufen halten, müssen am Ende mehr in der Tasche haben“, betonte der Minister. Die Reform soll zum 1. Januar 2027 in Kraft treten und laut früheren Ankündigungen 95 Prozent der Beschäftigten merklich entlasten – mit „einigen hundert Euro“ im Jahr.
Finanzierung durch höhere Belastung Spitzenverdiener – Union zeigt Skepsis
Um die hohen Milliardenkosten zu decken, setzt Klingbeil auf eine stärkere Belastung von Spitzenverdienern mit sechsstelligen Gehältern und will auch Erbschaften erhöht besteuern. Während die SPD dies befürwortet, äußerte sich Kanzleramtschef Thorsten Frei (CDU) skeptisch: Eine „reine Umverteilung“ sei nicht zielführend. Stattdessen müsse der Spitzensteuersatz sich auf wirklich Reiche konzentrieren, ohne Leistungsträger der Mitte zu überfordern. Eine echte Entlastung vieler Steuerzahler würde zudem der Binnenkonjunktur nutzen.
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