Die Wissenschaft des Glücks: Warum wir es oft blockieren und wie wir es fördern können
Wichtige Fakten
- • Deutschland belegt im World Happiness Report 2026 Platz 17 (fünf Plätze besser als 2025).
- • Finnland, Island und Dänemark führen das Glücks-Ranking der UN an.
- • Unser Gehirn ist evolutionär eher auf Unzufriedenheit als auf Glück programmiert.
- • Das individuelle Glücksniveau hat genetische Komponenten, ist aber beeinflussbar.
- • Ein stabiler Selbstwert und Sinnfindung können Glücksmomente fördern.
Glücksranking und psychologische Hintergründe
Deutschland belegt im aktuellen World Happiness Report der Vereinten Nationen Platz 17, was eine Verbesserung um fünf Plätze gegenüber dem Vorjahr darstellt, aber deutlich hinter den Spitzenreitern Finnland, Island und Dänemark zurückbleibt. Laut Psychologin Stefanie Stahl liegt dies unter anderem daran, dass viele Menschen hierzulande Wohlstand und Sicherheit als selbstverständlich wahrnehmen, während das Gehirn sich schnell an gute Umstände gewöhnt und sie normalisiert.
Evolutionäre und genetische Faktoren
Glücksgefühle sind evolutionär wichtig, um dem Leben subjektiven Wert zu geben und das Überleben zu motivieren. Gleichzeitig ist unser Gehirn darauf programmiert, permanent nach Bedrohungen zu scannen, was zu einer natürlichen Tendenz zur Unzufriedenheit führen kann. Studien zeigen zudem, dass jedes Individuum ein genetisch bedingtes, individuelles Glücksniveau hat, das oft stabil bleibt und sich selbst nach großen Glückserlebnissen wie einem Lottogewinn wieder einpendelt.
Möglichkeiten zur Steigerung des Glücks
Die Psychologin betont, dass Glücklichsein dennoch aktiv beeinflusst werden kann. Ein Schlüsselfaktor ist das Selbstwertgefühl, dessen Grundlagen in der Kindheit gelegt werden und das durch Selbstreflexion und Anpassung des Selbstbilds gestärkt werden kann. Statt nur nach Glück zu streben, empfiehlt Stahl, nach Sinn im Leben zu suchen – Werte wie Nächstenliebe oder Zivilcourage können dann Glücksmomente begünstigen. Wichtig ist auch, kleine Glücksmomente im Alltag bewusst wahrzunehmen und zu genießen.
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