Digitale Gewalt: Vorwürfe gegen Christian Ulmen und Forderungen nach schärferen Gesetzen
Wichtige Fakten
- • Collien Fernandes beschuldigt Christian Ulmen, pornografische Deepfakes erstellt und verbreitet zu haben.
- • Justizministerin Hubig will Gesetze gegen Herstellung und Verbreitung von Deepfakes verschärfen.
- • Über 60% der Frauen in Deutschland erleben laut Annalena Baerbock digitale Gewalt.
- • Fernandes erstattete 2025 Anzeige in Spanien; Vorermittlungen laufen.
- • Hubig plant dreimonatige IP-Adressenspeicherung zur besseren Aufklärung.
Vorwürfe und politische Reaktionen
Die Schauspielerin Collien Fernandes hat schwere Vorwürfe gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen erhoben, er habe pornografische Deepfakes über sie erstellt und verbreitet. Sie erstattete 2025 Anzeige in Spanien, und das zuständige Gericht hat Vorermittlungen eingeleitet. Ulmen genießt die Unschuldsvermutung, sein Anwalt kritisiert die Berichterstattung als rechtswidrig.
Politische Forderungen nach Gesetzesverschärfung
Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) kündigte an, Strafbarkeitslücken bei digitaler Gewalt zu schließen, insbesondere durch härtere Strafen für das Herstellen und Verbreiten von Deepfakes. Sie plant einen Gesetzentwurf für eine dreimonatige IP-Adressenspeicherung und mehr Personal bei Staatsanwaltschaften. Prominente Politiker wie Ricarda Lang (Grüne) und Boris Rhein (CDU) unterstützen Fernandes und fordern schärfere Maßnahmen.
Hintergrund und Expertenmeinungen
Annalena Baerbock, Präsidentin der UN-Generalversammlung, kritisierte den Schutz vor digitaler Gewalt in Deutschland als unzureichend und verwies auf andere Länder wie Irland, die schneller reagieren. Experten schätzen, dass die Zahl der Deepfakes in den letzten Jahren stark gestiegen ist, mit Hunderttausenden Opfern. Fernandes engagiert sich seit Jahren gegen Deepfake-Pornografie und erhält breite öffentliche Unterstützung.
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