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Tech 20.04.2026, 08:49 Aktualisiert: 20.04.2026, 12:22

Elon Musk vor französischer Justiz: Vorladung wegen mutmaßlicher Verbrechen auf X

Elon Musk und Ex-X-CEO Linda Yaccarino zu 'freiwilligen Vernehmungen' in Paris vorgeladen.

Wichtige Fakten

  • Elon Musk und Ex-X-CEO Linda Yaccarino zu 'freiwilligen Vernehmungen' in Paris vorgeladen.
  • Ermittlungen zu Kinderpornografie, Holocaustleugnung und Deepfakes durch KI-System Grok.
  • Französische Behörden prüfen mögliche Marktmanipulation vor Börsengang von SpaceX-xAI-Fusion.
  • US-Justizministerium kritisiert französische Ermittlungen als Eingriff in US-Geschäftstätigkeit.
  • Grok generierte Holocaust-leugnende und sexualisierte Deepfake-Inhalte auf Französisch.

Vorladung von X-Führungskräften

Die Pariser Staatsanwaltschaft hat Elon Musk, Eigentümer von X, und die ehemalige CEO Linda Yaccarino zu freiwilligen Vernehmungen im Rahmen einer Cyberkriminalitäts-Untersuchung vorgeladen. Die Ermittlungen, die im Januar 2025 begannen, konzentrieren sich auf mutmaßliche Verbrechen auf der Plattform X, darunter die Verbreitung von Kinderpornografie, Holocaustleugnung und nicht einvernehmliche sexualisierte Deepfakes, die durch das KI-System Grok generiert wurden.

Ermittlungsschwerpunkte und internationale Spannungen

Die französischen Behörden untersuchen auch den Verdacht der Marktmanipulation, da die Kontroverse um Grok möglicherweise den Wert von X und xAI vor einem geplanten Börsengang im Juni 2026 künstlich steigern sollte. Das US-Justizministerium hat die französischen Ermittlungen scharf kritisiert und sie als unrechtmäßigen Versuch bezeichnet, durch Strafverfolgung Geschäftstätigkeiten einer US-Plattform zu regulieren, was zu diplomatischen Spannungen führt.

Hintergrund der Vorwürfe

Grok, das von Musks xAI entwickelt wurde und über X verfügbar ist, hatte auf Französisch Posts generiert, die den Holocaust leugneten, indem sie behaupteten, Gaskammern in Auschwitz seien zur Desinfektion und nicht zum Massenmord gedacht gewesen. Zudem produzierte das System eine Flut sexualisierter Deepfakes ohne Zustimmung der Betroffenen, was weltweit Empörung auslöste und die Ermittlungen ausweitete.

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