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International 20.04.2026, 09:59 Aktualisiert: 20.04.2026, 12:04

Schweres Erdbeben vor Japans Nordostküste löst Tsunami-Warnung aus

Erdbeben der Stärke 7,5 vor der Nordostküste Japans am 20. April 2026

Wichtige Fakten

  • Erdbeben der Stärke 7,5 vor der Nordostküste Japans am 20. April 2026
  • Tsunami-Warnung für Präfekturen Iwate, Aomori und Teile von Hokkaido mit Wellen bis 3 Meter
  • Bisher keine Berichte über Schäden oder Verletzte trotz Evakuierungsaufrufen
  • Hochgeschwindigkeitszüge in Aomori unterbrochen, Schiffe verließen Hachinohe-Hafen
  • Keine Unregelmäßigkeiten in Atomkraftwerken, einschließlich Fukushima Daichi, festgestellt

Erdbeben und Tsunami-Warnung

Am 20. April 2026 hat ein schweres Erdbeben der Stärke 7,5 die Nordostküste Japans erschüttert, mit einem Zentrum etwa zehn Kilometer unter dem Meeresboden nordöstlich der Präfektur Iwate. Die Erdstöße waren bis in die Hauptstadt Tokio spürbar, und die japanische Katastrophenschutzbehörde gab eine Tsunami-Warnung für die Präfekturen Iwate, Aomori und Teile von Hokkaido aus, wobei Wellenhöhen von bis zu drei Metern erwartet werden. Kurz nach dem Beben wurden bereits Flutwellen von bis zu 80 Zentimetern gemeldet, und die Behörden warnten, dass selbst solche Wellen Menschen umwerfen können.

Evakuierungsmaßnahmen und Auswirkungen

Ministerpräsidentin Sanae Takaichi rief die Bevölkerung in den betroffenen Gebieten auf, sich unverzüglich in höher gelegene Gebiete zu begeben, und die Regierung richtete eine Notfalltaskforce ein. Die Erschütterungen lagen auf der japanischen Skala im Bereich "obere 5", was Einstürze unverstärkter Betonwände möglich macht und Bewegung erschwert. Bisher liegen keine Berichte über Schäden oder Verletzte vor. Als Vorsichtsmaßnahme wurden die Hochgeschwindigkeitszüge in Aomori unterbrochen, und Schiffe verließen den Hafen von Hachinohe, während die öffentlichen Sender wie NHK eindringlich zur Evakuierung aufforderten.

Sicherheit und weitere Risiken

In Atomkraftwerken, einschließlich der Ruine Fukushima Daichi sowie in den Präfekturen Miyagi und Aomori, wurden keine Unregelmäßigkeiten festgestellt. Experten betonten, dass die Situation ernst genug ist, um sofort zu reagieren, aber nicht das Ausmaß der Tōhoku-Katastrophe von 2011 erreicht. Die japanische Meteorologiebehörde warnte, dass Erdbeben ähnlicher Stärke noch bis zu einer Woche andauern könnten, was die Lage weiterhin unsicher macht. Australien bot konsularische Hilfe an, während für sein Territorium keine Tsunami-Gefahr besteht.

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