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International 10.03.2026, 12:50 Aktualisiert: 10.03.2026, 15:05

Divergente Sichtweisen im Iran-Konflikt: Trump sieht Ende, Netanjahu will weiterkämpfen

US-Präsident Trump erklärt den Iran-Krieg für weitgehend entschieden und deutet Verhandlungsbereitschaft an.

Wichtige Fakten

  • US-Präsident Trump erklärt den Iran-Krieg für weitgehend entschieden und deutet Verhandlungsbereitschaft an.
  • Israels Premier Netanjahu betont, Israel sei mit seinen Angriffen auf den Iran noch nicht fertig.
  • Die iranische Revolutionsgarde droht mit Blockade der Straße von Hormus für Ölexporte.
  • EU-Ratspräsident Costa sieht Russland als einzigen Gewinner des Konflikts durch höhere Energiepreise.
  • Seit Kriegsbeginn gab es laut Angaben über 1.200 Tote im Iran und 13 in Israel.

Zusammenfassung der Lage

Nach zehn Tagen Krieg gegen den Iran zeichnen sich deutliche Unterschiede in der Bewertung zwischen den USA und Israel ab. Während US-Präsident Donald Trump den Konflikt als weitgehend entschieden betrachtet und eine baldige Beendigung sowie mögliche Verhandlungen mit Teheran andeutet, betont Israels Premierminister Benjamin Netanjahu, dass sein Land mit den Angriffen auf die iranische Führung noch nicht fertig sei. Die iranische Revolutionsgarde reagierte auf Trumps Aussagen mit der Ankündigung, Ölexporte durch die strategisch wichtige Straße von Hormus zu blockieren, und drohte indirekt mit Vergeltung.

Militärische Entwicklungen und Opferzahlen

Die Kämpfe dauern unvermindert an: Iran startete neue Angriffe auf Israel und arabische Golfstaaten, wobei in Bahrain eine Frau getötet und acht Personen verletzt wurden. Israel griff seinerseits Ziele im Iran und im Libanon an, darunter eine Hisbollah-Kommandozentrale. Laut offiziellen Angaben sind im Iran etwa 1.200 Menschen getötet und über 10.000 verletzt worden, in Israel gab es 13 Tote, und im Libanon fast 500 Opfer durch die Eskalation mit der Hisbollah.

Internationale Perspektiven und Folgen

EU-Ratspräsident António Costa sieht Russland als den großen Nutznießer des Konflikts, da steigende Energiepreise Moskau zusätzliche Mittel für den Krieg in der Ukraine verschaffen und militärische Kapazitäten von der Ukraine ablenken. Diese Einschätzung unterstreicht die geopolitischen Auswirkungen des Iran-Krieges über die Region hinaus.

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