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International 11.06.2026, 07:18 Aktualisiert: 11.06.2026, 10:01

Iran schließt Straße von Hormus: Tod dreier indischer Seeleute bei US-Angriff bestätigt

Drei indische Seeleute nach US-Angriff auf MT Settebello tot.

Wichtige Fakten

  • Drei indische Seeleute nach US-Angriff auf MT Settebello tot.
  • Iran schließt Straße von Hormus bis auf Weiteres.
  • US-Streiks treffen Radar und Luftabwehr im Süden Irans.
  • Iran feuert Raketen auf Stützpunkte in Bahrain, Kuwait, Jordanien.
  • Der Waffenstillstand vom April gilt de facto als aufgekündigt.

Drei Seeleute tot – Iran schließt die Straße von Hormus

Bei dem US-Militärangriff auf den unter palauischer Flagge fahrenden Tanker MT Settebello im Golf von Oman sind drei indische Seeleute ums Leben gekommen. Indiens Schifffahrtsminister Sarbananda Sonowal bestätigte den Tot, nachdem die Vermissten tot aufgefunden und identifiziert worden waren. Das US Central Command (Centcom) wirft dem Schiff vor, trotz der US-Blockade Öl aus Iran transportiert zu haben. Ein US-Flugzeug habe nach wiederholten Missachtungen von Anweisungen „Präzisionsmunition“ in den Maschinenraum abgefeuert.

Iran erklärt Wasserstraße für geschlossen

Auch der Iran-Konflikt spitzt sich dramatisch zu: Die staatliche iranische Behörde Persian Gulf Strait Authority (PGSA) teilte mit, die Straße von Hormus sei „bis auf Weiteres geschlossen“. Hintergrund sind massive US-Luftangriffe auf militärische Ziele im Süden Irans – darunter auch auf Radaranlagen und Luftabwehrstellungen rund um die wichtigen Hafenstädte Bandar Abbas an der engsten Stelle des Golfs. Die USA selbst begannen mit einer zweiten Angriffswelle, nachdem der Waffenstillstand zwischen beiden Seiten seit April faktisch gebrochen war.

Vergeltung Irans: Raketen auf Nachbarländer

Iran reagierte umgehend mit ballistischen Raketen – laut Revolutionsgarden (IRGC) richtet sich ein Teil der Angriffe gegen US-Streitkräfte in Jordanien, Bahrain und Kuwait. Kuwait deaktivierte seinen Luftraum vollständig: Die Luftabwehr kämpfte gegen anfliegende Raketen. Auch aus Jordanien und Bahrain wurden Explosionen gemeldet. US-nahe Analysten sehen darin keinen Zufall: Der beschädigte Waffenstillstand von April sei faktisch hinfällig. Stille Diplomatie zwischen beiden Ländern war zuvor immer hektischer immer wieder an generke Höchstforderungen gescheitert.

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