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Politik 17.08.2026, 00:53 Aktualisiert: 17.08.2026, 08:00

Dürre-Gipfel in Tschechien: Babiš kündigt milliardenschwere Maßnahmen an

Tschechien erlebt trockenstes Jahr seit den 1960ern.

Wichtige Fakten

  • Tschechien erlebt trockenstes Jahr seit den 1960ern.
  • Babiš kündigt vier Milliarden Kronen (160 Mio. Euro) an.
  • Bis zu 90 Prozent der kleinen Wasserkraftwerke stehen still.
  • Opposition wirft Premier Symbolpolitik und Kürzungen vor.
  • Klimaschutzministerien droht Kürzung, Koalition (Autofahrerpartei) leugnet.

Babiš setzt auf Staudämme und Koordination

Angesichts extremer Trockenheit hat der tschechische Regierungschef Andrej Babiš zu einem Dürre-Gipfel geladen und ein milliardenschweres Maßnahmenpaket angekündigt. Vier Milliarden Kronen (rund 160 Millionen Euro) sollen in neue Talsperren, kleinere Speicher, Bewässerungsprojekte und bessere Wasserversorgungssysteme fließen. Zugleich will die Regierung die Nationale Koalition gegen Dürre wiederbeleben, um Maßnahmen von Ministerien, Regionen und Gemeinden zu koordinieren.

Dramatische Lage in Tschechien

Die Wasserkrise in Tschechien ist gravierend: Es ist eines der trockensten Jahre seit den 1960ern – in vielen Flüssen werden Rekordtiefstände gemessen, die Ernte fällt vielerorts deutlich schlechter aus. Vor allem die Landwirtschaft leidet massiv unter der Dürre, was erste Reaktionen wie den Abbau von Viehbeständen auslöst.

Kritik an einem Symbolpolitik-Vorwurf

Die Opposition wirft Babiš vor, mit dem Gipfel reine Symbolpolitik zu betreiben. Der frühere Umweltminister Hladík verweist auf frühere, viel höhere Budgets für den Kampf gegen Dürre, während die Regierung im Umweltbereich kürzt. Zudem wird bezweifelt, dass die Pläne für neue Staudämme angesichts langer Bauzeiten von rund 25 Jahren zeitnah Wirkung zeigen können. Auch die beteiligte Kleinpartei, die Autofahrerpartei, stellt den Klimawandel in Frage.

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