Oxford entwickelt neuen Impfstoff gegen seltene Ebola-Variante
Wichtige Fakten
- • Über 750 Verdachtsfälle und 177 Todesfälle in DR Kongo.
- • Risiko in DR Kongo von WHO auf "sehr hoch" hochgestuft.
- • Oxford entwickelt Impfstoff gegen Bundibugyo-Variante in 2-3 Monaten.
- • WHO erklärte gesundheitliche Notlage internationaler Tragweite.
- • US-Arzt in Berliner Charité sehr geschwächt, aber stabil.
Ebola-Ausbruch in DR Kongo eskaliert
Rund zwei Wochen nach Bekanntwerden des Ebola-Ausbruchs in der Demokratischen Republik Kongo steigt die Zahl der Fälle weiter an. Das Gesundheitsministerium meldet 750 Verdachtsfälle und 177 Todesfälle. Die WHO stufte das Risiko auf nationaler Ebene von "hoch" auf "sehr hoch" hoch und erklärte am Sonntag eine gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite. Betroffen ist die seltene Bundibugyo-Variante, für die es keinen zugelassenen Impfstoff gibt. In östlichen Unruheprovinzen erschweren Kämpfe die Eindämmung.
Gewalt und logistische Probleme
Die Arbeit der Helfer wird durch Konflikte erschwert. In Rwampara wurde ein Behandlungszelt in Brand gesetzt, nachdem Angehörige den Leichnam eines Ebola-Toten nicht zur Bestattung freigaben. Hilfsorganisationen berichten von abgelegenen Gebieten, mangelnder Schutzausrüstung und Kämpfen zwischen Rebellen und Armee. Der Ausbruch könnte laut Einschätzung von Ärzte ohne Grenzen bis zu einem Jahr oder länger dauern.
Neuer Impfstoff aus Oxford in Entwicklung
Wissenschaftler der Universität Oxford entwickeln einen Impfstoff gegen die Bundibugyo-Variante. Er könnte laut WHO in zwei bis drei Monaten für klinische Studien verfügbar sein. Der Impfstoff basiert auf der ChAdOx1-Technologie und soll in Tierversuchen getestet werden. Zwei bis neun Monate wird ein weiterer experimenteller Impfstoff in Entwicklung erwartet. Das Serum Institute of India könnte die Massenproduktion übernehmen.
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