Ebola-Ausbruch im Kongo: WHO-Chef bittet um Waffenstillstand
Wichtige Fakten
- • WHO schätzt 906 Verdachtsfälle und 223 Tote im Kongo.
- • Uganda meldet neun bestätigte Fälle; Grenze geschlossen.
- • WHO gibt Sterblichkeitsrate von 30-50% bei bestätigten Fällen an.
- • Erste genesene Patientin aus Gesundheitszentrum entlassen.
- • Oxforder Impfstoff in zwei Monaten in klinischer Studie möglich.
Ebola-Fälle steigen weiter an
Die Zahl der Ebola-Verdachtsfälle in der Demokratischen Republik Kongo steigt weiter. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht von mindestens 906 Verdachtsfällen aus, darunter 223 mutmaßliche Todesfälle. Auch in Uganda wurden neun Fälle bestätigt, nachdem die Grenze geschlossen wurde. Bisher geht die WHO nicht von einer Übertragung innerhalb der Bevölkerung Ugandas aus.
Internationale Reaktionen und Hilfsbemühungen
WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus ist in Kinshasa eingetroffen und bittet die Konfliktparteien im Osten des Landes um eine Waffenruhe: "Kein Konflikt rechtfertigt tote Unschuldige." Die Sterblichkeitsrate der bestätigten Fälle liegt zwischen 30 und 50 Prozent, so das WHO-Team. Immerhin gebe es erste positive Nachrichten: Eine Patientin sei nach zwei negativen Tests aus dem Gesundheitszentrum entlassen worden.
USAID-Kürzungen und neue Impfstoff-Hoffnung
Die USA legten ein Quarantänezentrum für infizierte US-Bürger in Kenia auf – doch ein Gericht in Nairobi stoppte das Vorhaben vorerst. US-Außenminister Rubio sicherte 13,5 Millionen Dollar für Kenia zu. Seit den massiven USAID-Kürzungen unter Donald Trump ist die Gesundheitsinfrastruktur zusammengebrochen, warnen Helfer. Ein Impfstoff des Teams um die Universität Oxford könnte innerhalb von zwei Monaten klinische Studien erreichen; doch die Sorge vor einem langwierigen Ausbruch bleibt groß.
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