Ehemaliger US-Olympionike nach angeblicher Vandalismus am Reflecting Pool festgenommen
Wichtige Fakten
- • David Hearn, 67, bestreitet, die Farbe des Reflecting Pools beschädigt zu haben.
- • Der Pool wurde kürzlich für 13 Millionen Dollar renoviert, zeigt aber bereits Abblätterungen.
- • Trump sprach von „Vandalismus“ und kündigte sofortige Reparaturen an.
- • Hearn saß fünf Stunden in Haft und durfte kein Telefonat führen.
Vorfall und Festnahme
Der ehemalige US-Olympionike David „Davey“ Hearn, 67, wurde am Freitag am Rande des Reflecting Pools in Washington DC festgenommen, nachdem er eine Radtour beendet hatte. Hearn bestreitet jegliches Fehlverhalten: Er habe lediglich eine abgelöste Gummischicht am Beckenboden berührt, als US-Parkpolizei und Nationalgardisten eingriffen. Ihm wird die Zerstörung von Staatseigentum vorgeworfen.
Hintergrund der Renovierung
Der Reflecting Pool wurde kürzlich für rund 13 Millionen Dollar saniert, doch die neue blaue Farbe blättert bereits ab. Präsident Donald Trump hatte die Renovierung als Teil der Verschönerung Washingtons vor dem 250. Unabhängigkeitstag gepriesen. Am Samstag behauptete Trump auf Truth Social, „mehrere Personen“ hätten das Denkmal „vandalisiert“, und forderte schnelle Reparaturen.
Hearns Version der Ereignisse
Hearn betont, er habe weder Farbe entfernt noch den Pool in irgendeiner Weise verändert. Er sei fünf Stunden in Haft gewesen, ohne einen Anruf tätigen zu dürfen. Der dreimalige Olympiateilnehmer im Kanuslalom vermutet, man habe ein Exempel statuieren wollen. Trotz der Probleme findet er den Pool „wirklich hübsch“ und lobt die reflektierende Wasseroberfläche.
Politische Einordnung
Trump behauptete später ohne Belege, Vandalen hätten „ätzende Chemikalien“ in den Pool geschüttet. Unter den Umständen der Festnahme und Trumps öffentlicher Reaktion zeigt sich eine mögliche politische Instrumentalisierung des Vorfalls.
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