Venezuela: Neugeborenes und zwei Jugendliche aus Trümmern gerettet
Wichtige Fakten
- • 18-Tage alter Säugling Juan David mit Mutter Dayana Patino gerettet.
- • 56-jährige Ketty Arcaya nach 13 Stunden aus Trümmern befreit.
- • Vier-Tage-Fenster für Überlebende ist am 29. Juni abgelaufen.
- • Mindestens 1.450 Tote, 3.150 Verletzte, 68.900 Vermisste.
- • 17 Länder entsenden Rettungsteams, darunter THW Deutschland.
Ein Lichtblick in der Katastrophe
Die verheerenden Erdbeben in Venezuela haben zwar Tausende Todesopfer gefordert und eine Spur der Zerstörung hinterlassen, doch es gibt auch bewegende Rettungserfolge: So überlebte der 18 Tage alte Juan David die Katastrophe, nachdem er gemeinsam mit seiner Mutter Dayana Patino aus den Trümmern eines Wohnhauses in La Guaira befreit wurde. Das Baby entwickelte sich schnell zu einem Symbol der Hoffnung, nachdem sein Vater Gerson das Rettungsvideo emotional kommentierte. Eine weitere spektakuläre Rettung gelang am 28. Juni, als Feuerwehrleute die 56-jährige Ketty Arcaya nach 13 Stunden unter Schutt bergen konnten.
Internationale Helfer trotz Hindernissen
Trotz harter Bedingungen - chaotischer Zustände vor Ort, mangelhafter Versorgung obdachlos gewordener Menschen und fehlender staatlicher Hilfsinfrastruktur - engagieren sich Einsatzkräfte aus insgesamt mindestens 17 Ländern, darunter das Technische Hilfswerk aus Deutschland, unermüdlich in den Trümmergebieten. Die Teams müssen mit schnell verwesenden Leichengerüchen und der drückenden Hitze kämpfen. Der Unmut der betroffenen Bevölkerung ist groß, viele beklagen Behördenversäumnisse. Dennoch laufen die Rettungsarbeiten unvermindert weiter, auch wenn die statistische 96-Stundenfrist für erfolgreiche Lebensrettungen abgelaufen ist.
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