Erpresser mischen Rattengift in HiPP-Babynahrung
Wichtige Fakten
- • Erpresser forderten zwei Millionen Euro von HiPP
- • Fünf von sechs vergifteten Gläschen wurden bereits sichergestellt
- • Betroffene Gläser haben weißen Aufkleber mit rotem Kreis
- • Polizeien in vier Ländern ermitteln im Fall
Erpressungsfall bei HiPP
Der Babynahrungshersteller HiPP ist Opfer einer Erpressung geworden, bei der Täter Rattengift in sechs Gläschen mit Karotten-Kartoffelbrei gemischt und in Umlauf gebracht haben. Die Erpresser hatten zwei Millionen Euro gefordert, doch die entsprechende E-Mail wurde im Unternehmen erst zwei Wochen nach Ablauf der Frist entdeckt.
Internationale Ermittlungen
Bisher wurden fünf der manipulierten Gläser in Tschechien, der Slowakei und Österreich gefunden, während nach dem sechsten Glas weiter gesucht wird. Die betroffenen Gläser sind an einem weißen Aufkleber mit rotem Kreis am Glasboden zu erkennen und wurden vor dem Verkauf geöffnet. Polizeien in Deutschland, Österreich, Tschechien und der Slowakei ermitteln gemeinsam.
Gesundheitsrisiko und Verbraucherwarnung
Österreichs Gesundheitsministerin Corinna Schumann zeigte sich bestürzt über die Gefährdung von Babys und riet Verbrauchern, auf die Funktion des Ploppverschlusses und ungewöhnliche Gerüche zu achten. In Deutschland wurden bislang keine vergifteten Gläser gefunden. Der HiPP-Konzern und die Behörden halten weitere Details aus ermittlungstaktischen Gründen zurück.
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