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Kultur 13.05.2026, 00:44 Aktualisiert: 13.05.2026, 18:02

ESC-Halbfinale in Wien: Finnland und Griechenland ziehen ins Finale ein

Proteste während Israels Auftritt mit ‚Free Palestine‘-Rufen.

Wichtige Fakten

  • Proteste während Israels Auftritt mit ‚Free Palestine‘-Rufen.
  • Noam Bettan: Isr. Teilnehmer überrascht von Protesten.
  • Israel droht Disqualifikation nach erneuter Wahlwerbung.
  • Slowenien zeigt ‚Stimmen Palästinas‘ statt ESC-Übertragung.
  • Ungarns Comeback unter Premier Magyar möglich.

Erstes Halbfinale: Diese Länder sind dabei

Das erste Halbfinale des ESC 2026 in Wien ist Geschichte: Finnland, Griechenland, Israel, Schweden, Moldau, Serbien, Kroatien, Litauen, Polen und Belgien haben sich für das Finale am Samstag qualifiziert. Finnland überzeugte mit Spektakel und Geigerin Linda Lampenius, Griechenland mit Akylas’ Videospiel-Nummer Ferto. Portugal, Georgien, Montenegro, Estland und San Marino schieden aus.

Proteste gegen Israel eskalierten

Während des Auftritts des israelischen Kandidaten Noam Bettan mit dem Pop-Liebeslied Michelle kam es zu Protesten: Zuschauer skandierten „Free Palestine“ und wurden aus dem Saal entfernt. Bettan zeigte sich überrascht, fühlte sich aber durch die Unterstützung seiner Fans getragen. Er hofft, dass die boykottierenden Länder nächstes Jahr zurückkehren.

Neue Boykott-Welle: Fünf Länder fehlen

Nur 35 Teilnehmer – ein Rekordtief seit 20 Jahren – aufgrund der Boykotte von Spanien, Irland, Niederlande, Island und Slowenien aus Protest gegen Israels Gaza-Krieg. Allen voran Slowenien verzichtet komplett und zeigt stattdessen die Reihe Stimmen Palästinas. Während Ungarn (6 Jahre Pause) und Bosnien-Herzegowina (10 Jahre) aus anderen Gründen fehlen, signalisiert Ungarns neuer Premier Peter Magyar ein Comeback.

Israel-Skandal droht: EU-Kommission prüft Verstöße

Die EBU hat Israels Sender Kan erneut verwarnt: Bettan hatte auf Instagram zu zehnfachem Voting aufgerufen. Das ist ein Bruch der Regeln, die nach einer israelischen Kampagne im Vorjahr verschärft wurden. Videobotschaften der israelischen Regierung verstärken die Kritik.

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