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International 15.03.2026, 05:40 Aktualisiert: 15.03.2026, 15:03

Internationale Koalition zur Sicherung der Straße von Hormus: Trump drängt auf Militäreinsatz

US-Präsident Trump fordert erneut China, Frankreich, Japan, Südkorea und Großbritannien auf, Kriegsschiffe zur Sicherung der Straße von Hormus zu entsenden.

Wichtige Fakten

  • US-Präsident Trump fordert erneut China, Frankreich, Japan, Südkorea und Großbritannien auf, Kriegsschiffe zur Sicherung der Straße von Hormus zu entsenden.
  • Großbritannien prüft den Einsatz von Minenjagd-Drohnen und Schiffen, um die für den globalen Ölexport wichtige Meerenge wieder zu öffnen.
  • Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus ist nahezu zum Erliegen gekommen, was die Ölpreise weltweit in die Höhe treibt.
  • Iranische Revolutionsgarden verspotten Trumps Hilfsappell und betonen, dass die Straße von Hormus lediglich unter iranischer Kontrolle steht.
  • Trump droht mit weiteren Angriffen auf die iranische Insel Charg und lehnt derzeit ein Abkommen zur Beendigung des Krieges ab.

Internationale Koalition zur Sicherung der Straße von Hormus

US-Präsident Donald Trump hat andere Staaten aufgefordert, bei der militärischen Absicherung der Straße von Hormus zu helfen, nachdem der Schiffsverkehr durch die für den globalen Ölexport wichtige Meerenge nahezu zum Erliegen gekommen ist. In einem Post auf seiner Online-Plattform Truth Social rief Trump insbesondere China, Frankreich, Japan, Südkorea und Großbritannien dazu auf, Kriegsschiffe in die Region zu entsenden, um die Passage für Öltanker und Handelsschiffe zu sichern. Diese Blockade hat die Ölpreise weltweit in die Höhe getrieben und alarmiert westliche Regierungen.

Britische Überlegungen und diplomatische Reaktionen

Großbritannien erwägt nach Angaben von Energieminister Ed Miliband den Einsatz von Schiffen und Minenjagd-Drohnen, um die Straße von Hormus wieder zu öffnen. Miliband betonte, dass London mit Verbündeten wie den USA über verschiedene Optionen spreche, um zu einer Lösung beizutragen. Gleichzeitig verspottete der Marine-Kommandeur der iranischen Revolutionsgarden, Aziz Reza Tangsiri, Trumps Hilfsappell auf der Plattform X und wies darauf hin, dass die Straße von Hormus lediglich unter iranischer Kontrolle stehe, aber nicht militärisch gesperrt sei.

Fortdauernde militärische Auseinandersetzungen

Während die diplomatischen Bemühungen laufen, gehen die Angriffe im Nahen Osten weiter. Die Vereinigten Arabischen Emirate meldeten am frühen Morgen, dass ihre Flugabwehr erneut Raketenangriffe und aus dem Iran kommende Drohnen abfange. Israel wurde nach eigenen Angaben in der Nacht erneut aus dem Iran mit Raketen angegriffen, wobei zwei Menschen leicht verletzt wurden. Zudem berichtete das israelische Nachrichtenportal "ynet" über Raketenangriffe aus dem Libanon auf Israels Norden, während die von Iran unterstützte Hisbollah-Miliz Kämpfe mit der israelischen Armee im Südlibanon meldete.

Neue Entwicklungen und Drohungen

US-Präsident Trump drohte mit weiteren Angriffen auf die für Irans Ölindustrie wichtige Insel Charg, nachdem das US-Militär bereits Militäranlagen dort zerstört hatte, um Teheran zur Wiederöffnung der Straße von Hormus zu bewegen. In einem Interview mit NBC sagte Trump, er sei derzeit nicht für ein Abkommen zur Beendigung des Krieges mit Iran bereit, da die Bedingungen noch nicht gut genug seien. Eine Verpflichtung Irans, jegliche nukleare Ambitionen aufzugeben, wäre Teil eines solchen Abkommens. Öffentlich haben sich ranghohe iranische Vertreter nicht dazu geäußert, bereit für ein Abkommen für ein Ende des Krieges zu sein.

Politische Positionen und internationale Abstimmungen

Nach einer Beratung von G7-Staaten hatte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron davon gesprochen, dass die Staatengruppe eine Mission zur Eskortierung von Öltankern und Frachtschiffen durch Kriegsschiffe vorbereiten wolle. Bundeskanzler Friedrich Merz sieht hingegen keinen Anlass für einen internationalen Militäreinsatz. In Großbritannien gibt es unterschiedliche Positionen: Während die Regierung Optionen prüft, lehnt der Liberaldemokraten-Führer Sir Ed Davey den Einsatz britischer Schiffe ab und fordert stattdessen Deeskalation.

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