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International 07.03.2026, 17:54 Aktualisiert: 07.03.2026, 23:02

Krieg im Nahen Osten eskaliert: Heftigste Angriffe auf Iran und humanitäre Krise im Libanon

Israel greift erstmals Irans nationale Ölreserven in Teheran an, mit etwa 30 zerstörten Öltanks.

Wichtige Fakten

  • Israel greift erstmals Irans nationale Ölreserven in Teheran an, mit etwa 30 zerstörten Öltanks.
  • Die USA und Israel fliegen die schwersten Angriffe seit Kriegseginn, darunter auf den Flughafen Teheran.
  • Im Libanon sind 454.000 Menschen auf der Flucht, viele Notunterkünfte sind überfüllt.
  • Iranische Kleriker fordern eine rasche Nachfolge für den getöteten Führer Ali Chamenei innerhalb von 24 Stunden.
  • Die USA verlegen Langstreckenbomber nach Großbritannien für Operationen im Iran-Krieg.

Militärische Eskalation und neue Ziele

Eine Woche nach Kriegsbeginn im Nahen Osten haben die Kämpfe nicht an Intensität verloren, sondern sich weiter verschärft. Die USA und Israel fliegen die schwersten Angriffe seit Kriegsbeginn auf Ziele in Iran, darunter den internationalen Flughafen Teheran und militärische Einrichtungen. Israel hat nach eigenen Angaben erstmals die nationalen Ölreserven Irans in Teheran angegriffen, mit etwa 30 zerstörten Öltanks und einem Treibstofflager, was massive Flammen und Rauchwolken verursachte. Als Reaktion beschoss die iranische Revolutionsgarde eine Ölraffinerie in Haifa, Israel. Iran reagiert weiterhin mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Golfstaaten wie die Vereinigten Arabischen Emirate, die nach eigenen Angaben bereits über 1.100 Drohnen und 200 Raketen abgefangen haben, wobei ein Todesopfer in Dubai durch Trümmer gemeldet wurde.

Innere Spannungen und diplomatische Entwicklungen

In Iran fordern einflussreiche Kleriker in der schiitischen Hochburg Ghom eine rasche Nachfolge für den getöteten obersten Führer Ali Chamenei, um die nationale Einheit zu bewahren, wobei ein Mitglied des Expertenrates angedeutet hat, dass die Ernennung innerhalb von 24 Stunden erfolgen könnte. Der iranische Präsident Massud Peseschkian entschuldigte sich bei den Golfstaaten für die Angriffe und kündigte eine Einschränkung an, sofern keine Attacken von deren Territorium ausgehen, doch dauern die Angriffe an, da US-Militärstützpunkte in der Region weiterhin Ziele sind. US-Präsident Donald Trump verschärft seine Drohungen und fordert eine bedingungslose Kapitulation Irans, während Sicherheitsexperten auf Engpässe bei Abwehrraketen und die anhaltende Gefahr durch iranische Drohnen hinweisen, von denen noch tausende verfügbar sein sollen.

Humanitäre Folgen und internationale Reaktionen

Die Zivilbevölkerung leidet stark unter den Kämpfen, mit Berichten über Tote im Libanon durch israelische Angriffe und einer rapide verschlechterten humanitären Lage, wo nach Regierungsangaben 454.000 Menschen auf der Flucht sind und viele Notunterkünfte überfüllt sind. Die Hisbollah ruft zur Evakuierung einer nordisraelischen Stadt auf, und Hilfswerke warnen vor einer Verschlimmerung der Situation. International gibt es Vorwürfe über den Einsatz von Streubomben durch Iran und Forderungen nach Aufklärung von Angriffen auf zivile Ziele, während die USA weitere Langstreckenbomber nach Großbritannien verlegen und die Bundesregierung das Personal der deutschen Botschaft in Teheran vorübergehend in Sicherheit bringt. Die Arabische Liga plant eine Notfallsitzung zu den iranischen Angriffen, und Kuwait drosselt vorsorglich seine Ölproduktion.

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