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International 12.03.2026, 11:25 Aktualisiert: 12.03.2026, 15:42

UN-Sicherheitsrat verurteilt iranische Angriffe auf Golfstaaten – Eskalation im gesamten Nahen Osten

Der UN-Sicherheitsrat fordert mit 13 von 15 Stimmen das Ende aller iranischen Angriffe auf Golfstaaten.

Wichtige Fakten

  • Der UN-Sicherheitsrat fordert mit 13 von 15 Stimmen das Ende aller iranischen Angriffe auf Golfstaaten.
  • Iranische Angriffe auf Energie-Infrastruktur in Bahrain, Oman und anderen Golfstaaten treiben Ölpreise weiter an.
  • Israel startet neue großangelegte Angriffswelle auf iranische Ziele und erweitert Operationen im Libanon.
  • Die Straße von Hormus ist de facto gesperrt, was 20% des globalen Öltransports betrifft.
  • Thailand fordert Entschuldigung nach iranischem Angriff auf Frachtschiff 'Mayuree Naree' im Golf.

Internationale Verurteilung und Eskalation

Der UN-Sicherheitsrat hat mit 13 von 15 Stimmen eine Resolution verabschiedet, die Iran auffordert, seine Angriffe auf Golfstaaten wie Bahrain, Kuwait, Oman, Katar, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Jordanien unverzüglich einzustellen. Die Resolution verurteilt diese Angriffe als völkerrechtswidrig und als ernste Bedrohung für den Weltfrieden. Russland und China, traditionelle Verbündete Teherans, enthielten sich der Stimme, verzichteten aber auf ein Veto. Der iranische UN-Botschafter Amir Saeid Iravani kritisierte die Resolution scharf als politisch motiviert und warf Israel und den USA vor, die Rollen von Opfer und Angreifer umzukehren.

Angriffe auf Energie-Infrastruktur und Schifffahrt

Iran setzt seine Angriffe auf die Energie-Infrastruktur in der Golfregion fort. In Bahrain wurden Treibstofflager nahe dem internationalen Flughafen angegriffen, während in Oman Treibstofftanks im Hafen von Salala von Drohnen getroffen wurden. Zwei Öltanker vor der Küste des Irak wurden angegriffen, wobei mindestens ein Besatzungsmitglied getötet wurde. Die Straße von Hormus, durch die etwa 20% des weltweiten Öltransports fließt, ist de facto gesperrt, was die Ölpreise weiter in die Höhe treibt. Ein unter thailändischer Flagge fahrender Frachter, die 'Mayuree Naree', wurde nahe der Straße von Hormus durch iranische Raketen beschädigt, was Thailand zu einer Entschuldigungsforderung veranlasste.

Ausweitung des Konflikts im Libanon

Die Hisbollah-Miliz, ein Verbündeter Irans, feuerte als Reaktion auf den Krieg etwa 200 Raketen auf Israel ab, was zu israelischen Vergeltungsangriffen im Libanon führte. Israelische Luftangriffe trafen Beirut, darunter die südlichen Vororte, eine Hisbollah-Hochburg, und die Corniche-Seepromenade, wo mindestens acht Menschen getötet wurden. Die israelische Armee hat ihre Operationen im Libanon ausgeweitet und eine Evakuierungszone für südliche Gebiete fast verdoppelt. Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz warnte, dass Israel notfalls selbst die Kontrolle über libanesisches Territorium übernehmen werde, wenn die libanesische Regierung die Hisbollah nicht stoppen könne.

Humanitäre und wirtschaftliche Folgen

Die Kämpfe haben zu erheblichen humanitären Verlusten geführt: Im Libanon wurden seit Kriegsbeginn mindestens 634 Menschen getötet und 800.000 vertrieben, während in Iran über 1.300 Tote und 17.000 Verletzte gemeldet wurden. Die UN warnt vor einer schweren humanitären Krise, mit bis zu 3,2 Millionen temporär vertriebenen Iranern und einer drohenden Hungersnot in Subsahara-Afrika aufgrund der gestörten Schifffahrt. Internationale Banken wie HSBC, Citi und Standard Chartered haben ihre Büros in der Golfregion geschlossen, was die wirtschaftliche Instabilität verschärft.

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