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Politik 12.06.2026, 04:01 Aktualisiert: 12.06.2026, 06:01

EU-Asylreform tritt in Kraft: Zahl illegaler Einreisen sinkt deutlich

EU-Asylreform tritt am 12. Juni 2026 in Kraft.

Wichtige Fakten

  • EU-Asylreform tritt am 12. Juni 2026 in Kraft.
  • Frontex: 40% weniger illegale Einreisen in den ersten fünf Monaten.
  • Screening und beschleunigte Asylverfahren an den EU-Außengrenzen.
  • Solidaritätspool sieht Umsiedlung von 30.000 Geflüchteten pro Jahr vor.
  • Diskussion über Return Hubs in Drittstaaten zur Abschiebung.

Inkrafttreten der EU-Asylreform

Am 12. Juni 2026 ist die lang umkämpfte EU-Asylreform in Kraft getreten. Ziel ist es, die irreguläre Migration zu begrenzen und Asylverfahren zu beschleunigen. EU-Innenkommissar Magnus Brunner zeigte sich zuversichtlich, dass die Mitgliedstaaten auf einem guten Weg seien, auch wenn nicht sofort alles perfekt funktionieren werde.

Rückgang der irregulären Migration

Laut exklusiven Daten der EU-Grenzschutzagentur Frontex ist die Zahl der irregulären Grenzübertritte in den ersten fünf Monaten 2026 um 40 Prozent auf rund 39.000 gesunken. Auch die Zahl der Asylanträge fiel auf den niedrigsten Stand seit fünf Jahren, insbesondere in Deutschland.

Neue Verfahren an den Außengrenzen

Zentraler Bestandteil der Reform sind Screening-Verfahren mit Sicherheits- und Gesundheitskontrollen sowie die Speicherung biometrischer Daten in der Eurodac-Datenbank. Asylverfahren mit geringer Erfolgsaussicht sollen in beschleunigten Verfahren direkt an den Außengrenzen durchgeführt werden. Dafür müssen 30.000 Plätze geschaffen werden, darunter 374 in Deutschland.

Kritik und Solidaritätspool

Migrationsexperten von Save the Children kritisieren die mögliche Inhaftierung von Kindern bis zu sechs Monaten als Verstoß gegen die UN-Kinderrechtskonvention. Zudem verpflichtet der Solidaritätspool zur Aufnahme von 30.000 Geflüchteten aus stark belasteten Ländern, wobei viele EU-Staaten – darunter Deutschland – sich mit Verweis auf eigene Belastungen zurückhalten.

Auslagerung in Drittstaaten

Über die Reform hinaus wird über die Einrichtung von Abschiebezentren (Return Hubs) in Drittstaaten wie Uganda oder Libyen diskutiert. EU-Innenkommissar Brunner strebt noch 2026 Vereinbarungen an, um Schleuserkriminalität zu bekämpfen und die Migration auszulagern.

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