EU-Handelsabkommen könnte Glyphosat-Einsatz in Großbritannien einschränken
Wichtige Fakten
- • Glyphosat wird vor der Ernte auf Getreide gesprüht, um die Ernte zu erleichtern.
- • In der EU ist diese Praxis seit 2023 verboten.
- • Das neue EU-UK-Handelsabkommen könnte UK zu gleichen Regeln zwingen.
- • 2015 stufte die WHO Glyphosat als 'wahrscheinlich krebserregend' ein.
- • 41% der UK-Getreideproben (2016-2023) enthielten Glyphosatrückstände.
Hintergrund
Glyphosat wird in Großbritannien häufig vor der Ernte auf Getreide und Hülsenfrüchte gesprüht, um die Pflanzen zu trocknen und die Ernte zu erleichtern. Diese Praxis ist in der EU seit 2023 verboten, da die Chemikalie im Verdacht steht, Krebs zu verursachen. Ein neues Handelsabkommen zwischen der EU und Großbritannien, das den Handel einfacher und günstiger machen soll, könnte nun dazu führen, dass sich Großbritannien dem EU-Verbot anschließt.
Gesundheitsbedenken
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stufte Glyphosat 2015 als „wahrscheinlich krebserregend“ ein. Experten warnen vor genetischen Schäden, oxidativem Stress und hormonellen Störungen. In den USA gibt es über 17.000 Klagen gegen den Hersteller. In Großbritannien waren zwischen 2016 und 2023 41% der Getreideproben mit Rückständen belastet, und 2024 enthielten 28% der Brotproben Glyphosat.
Umwelt- und Verbraucherschutz
Umweltgruppen fordern die britische Regierung auf, die Vorernte-Anwendung von Glyphosat zu verbieten. Eine Umfrage ergab, dass 83% der Briten besorgt sind über Rückstände in Lebensmitteln, obwohl 79% noch nie von Glyphosat gehört hatten. Die Zulassung des Wirkstoffs in Großbritannien läuft im November 2026 aus; die Chemieindustrie drängt auf Verlängerung.
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