EU und UK fordern erneute Verschiebung von E-Auto-Zöllen
Wichtige Fakten
- • EU und UK fordern zweite Verschiebung der E-Auto-Zölle ab 1. Januar 2027.
- • Nur knapp 20% der Batterien werden bis 2027 in der EU produziert.
- • Batteriekosten in Europa sind 30% höher als in China.
- • 70% des Batteriekastens müssen ab 2027 in Europa gefertigt werden.
- • Die EU-Kommission prüft die Forderung im Rahmen laufender Verhandlungen.
Hintergrund der aktuellen Forderung
Die Autoindustrie in der EU und Großbritannien fordert von der Europäischen Kommission eine erneute Aussetzung der geplanten Zölle auf Elektroautos. Nach dem Brexit-Handelsabkommen von 2020 sollten ab dem 1. Januar 2027 strenge Ursprungsregeln gelten: 55 % des Fahrzeugwerts sowie 70 % des Batteriekastens und 65 % der Batteriezelle müssen in Europa produziert werden, um zollfrei gehandelt zu werden. Bereits 2023 wurde deutlich, dass diese Ziele nicht erreichbar sind, weshalb die Regeln zunächst bis Ende 2024 ausgesetzt wurden. Nun räumt die Industrie ein, dass auch nach der Verlängerung eine Erfüllung unrealistisch sei.
Situation der Batterieproduktion
Laut ACEA (Europäischer Automobilherstellerverband) wird bis 2027 nur knapp 20 % der Batterien in der EU produziert – weit unter der ursprünglichen Prognose von 60 %. In Großbritannien ist der Anteil höher, aber ebenfalls zu niedrig. Die Kosten für die Batterieherstellung in Europa liegen 30 % über denen in China, was vor allem an der Abhängigkeit von Rohstoffen wie Lithium liegt. Der Aufbau vollständiger Produktionsketten ist zudem teuer und zeitaufwendig. Die Industrie appelliert an die Politik, pragmatische Lösungen zu finden, um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.
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