EU-Verhandlungen: Veggieburger und pflanzliche Schnitzel bleiben erlaubt
Wichtige Fakten
- • Veggieburger und vegetarische Schnitzel bleiben in der EU vorerst erlaubt.
- • 31 spezifische Fleischbezeichnungen wie Steak oder Bacon werden für pflanzliche Produkte verboten.
- • Die Entscheidung gilt bis Ende 2027 und ist Teil eines Agrarpakets.
- • Deutschland ist der größte Markt für pflanzliche Alternativen in Europa.
- • Verbraucherorganisationen kritisieren die Regelung als unnötig und verwirrend.
Kompromiss in der EU
Die EU hat sich auf einen Kompromiss bei der Bezeichnung von vegetarischen und veganen Fleischersatzprodukten geeinigt. Nach Verhandlungen zwischen Europaparlament und Rat der EU-Staaten bleiben allgemeine Bezeichnungen wie Veggieburger, vegetarische Bratwurst oder pflanzliche Schnitzel weiterhin erlaubt. Dies entspricht dem ursprünglichen Vorschlag der EU-Kommission, den das Parlament zuvor verschärfen wollte.
Verbot spezifischer Begriffe
Allerdings werden 31 spezifische Fleischbezeichnungen wie Steak, Bacon, Rinderhüfte oder Hühnchenschenkel für pflanzliche Produkte verboten. Die Regelung ist Teil eines größeren Gesetzespakets zur Stärkung der Position von Landwirten in Preisverhandlungen mit Supermärkten. Die Entscheidung gilt bis Ende 2027, wenn eine Reform der EU-Agrarpolitik ansteht.
Widerstand und Kritik
Die ursprüngliche Initiative für ein umfassenderes Verbot kam von der französischen Europaabgeordneten Céline Imart (EVP), die damit französische Rinderbauern schützen wollte. Verbraucherorganisationen wie BEUC, Lebensmittelkonzerne und die deutsche Bundesregierung lehnten ein Verbot jedoch ab und argumentierten, Verbraucher seien nicht verwirrt. Deutschland ist der größte Markt für pflanzliche Alternativen in Europa; Branchenvertreter befürchteten bei einem Verbot Schäden in Höhe von 250 Millionen Euro.
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