EU-Staaten reagieren auf Iran-Krieg mit Steuersenkungen und Sanktionsdurchsetzung
Wichtige Fakten
- • Spanien senkt Mehrwertsteuer auf Kraftstoffe von 21% auf 10% zur Abfederung der Kriegsfolgen.
- • Frankreich beschlagnahmt russischen Schattentanker 'Deyna' im Mittelmeer mit britischer Unterstützung.
- • Ungarn blockiert weiterhin 90-Milliarden-Euro-Kredit für die Ukraine und fordert russische Energieimporte.
- • Belgien plädiert für Normalisierung der Beziehungen zu Russland nach einem Friedensabkommen mit der Ukraine.
- • Ukraine entsendet Abwehreinheiten zum Schutz kritischer Infrastruktur in fünf Nahost-Staaten.
Spanische Steuersenkungen als Reaktion auf den Iran-Krieg
Spanien plant Notfallsteuersenkungen, um die wirtschaftlichen Auswirkungen des Iran-Kriegs abzufedern. Die Maßnahmen umfassen eine Senkung der Mehrwertsteuer auf Kraftstoffe von 21% auf 10% sowie Änderungen an der Hydrocarbon- und Stromabgabe. Laut Reuters wird allein die Senkung der Hydrocarbon-Abgabe zu einer sofortigen Preissenkung von Diesel und Benzin um 0,30 bis 0,40 Euro führen. Die spanische Regierung betont, dass die hohe Erzeugung erneuerbarer Energien das Land weniger anfällig für Ölpreisschwankungen macht.
Französische Marine beschlagnahmt russischen Schattentanker
Die französische Marine hat im westlichen Mittelmeer den Tanker 'Deyna' aus der russischen Schattenflotte beschlagnahmt, der unter mozambikanischer Flagge fuhr. Präsident Emmanuel Macron betonte in einer Stellungnahme, dass der Iran-Krieg Frankreich nicht von der Unterstützung der Ukraine ablenken werde. Die Operation wurde mit Verbündeten, darunter dem Vereinigten Königreich, durchgeführt, nachdem der Verdacht auf eine gefälschte Flagge bestätigt wurde. Das Schiff wird für weitere Inspektionen eskortiert.
Politische Debatten über Russland und Energieversorgung
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen signalisierte nach einem Treffen des Europäischen Rates, dass die EU ähnliche Schritte wie Spanien erwägt, darunter die Senkung von Stromsteuern und Netzentgelten sowie flexiblere Staatsbeihilfen. Parallel dazu verteidigte der belgische Premierminister Bart De Wever seine Forderung nach Normalisierung der Beziehungen zu Russland nach einem Friedensabkommen mit der Ukraine, um Zugang zu günstiger Energie zu erhalten. Der ungarische Premierminister Viktor Orbán blockiert weiterhin einen 90-Milliarden-Euro-Kredit für die Ukraine und forderte, die EU müsse russische Energie importieren, um erwartete Engpässe aufgrund der Nahostkrise zu bewältigen.
Ukrainische Aktivitäten und Zwischenfall in Ungarn
Ukraine hat Abwehreinheiten zum Schutz kritischer Infrastruktur in fünf Nahost-Staaten entsandt, wie der Sicherheitsratssekretär Rustem Umerov mitteilte. Gleichzeitig berichtet der Guardian über einen Vorfall in Ungarn, bei dem ungarische Sicherheitskräfte bei einer Razzia auf ukrainische Bankfahrzeuge einem Ukrainer eine erzwungene Injektion verabreichten, was zu einer hypertensiven Krise führte. Ungarische Behörden hatten zuvor sieben Ukrainer festgenommen, die staatliche Gelder begleiteten, was zu diplomatischen Spannungen führte.
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