Hitzewelle in Europa erreicht neuen Höhepunkt: Deutschland meldet 41,5 Grad
Wichtige Fakten
- • In Deutschland wurden 41,5 Grad in Möckern-Drewitz gemessen.
- • Berlin verzeichnete mit 39,2 Grad einen neuen Stadt-Rekord.
- • Dänemark hatte mit 36,6 Grad den heißesten Tag seit 1874.
- • Glaziologen warnen vor frühzeitigem Gletscherschmelzpunkt in der Schweiz.
- • Kölns Feuerwehr meldet Kapazitätsgrenze nach zehn Hitzetagen.
Rekordtemperaturen in Deutschland und Europa
Die Hitzewelle in Europa hat am 27. Juni 2026 neue Rekorde aufgestellt. In Deutschland wurde laut vorläufigen Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) an der Wetterstation Möckern-Drewitz in Sachsen-Anhalt eine Temperatur von 41,5 Grad Celsius gemessen – der höchste je in Deutschland registrierte Wert. Dies übertraf den Rekord vom Vortag, als in Saarbrücken-Burbach 41,3 Grad erreicht wurden. Auch Berlin stellte mit 39,2 Grad einen neuen Stadtrekord auf. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor extremer Hitze in weiten Teilen des Landes, während die Behörden die Bevölkerung zu sparsamem Wasserverbrauch aufrufen.
Schweizer Gletscher schmelzen in Rekordtempo
In den Schweizer Alpen führt die Hitzewelle zu einem alarmierend frühen Gletscherschmelzpunkt. Laut Matthias Huss, Leiter des Schweizer Gletschermessnetzes Glamos, wird der gesamte über den Winter angesammelte Schnee und Eis voraussichtlich am Montag geschmolzen sein – drei Monate früher als im langjährigen Durchschnitt. Dies wäre der zweitfrüheste Zeitpunkt seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2000; nur 2022 war mit dem 26. Juni noch früher. Huss spricht von „enormen Abschmelzraten“ und betont, dass bereits einen Meter Eis in nur zehn Tagen verloren ging. Die Gletscher der Schweiz haben seit 2000 bereits 38 Prozent ihres Volumens eingebüßt.
Gesundheitliche und infrastrukturelle Auswirkungen
Die anhaltende Hitze fordert ihren Tribut von der Bevölkerung. In Köln meldete die Feuerwehr, dass sie nach zehn aufeinanderfolgenden Tagen extremer Hitze ohne nennenswerte nächtliche Abkühlung an ihre Kapazitätsgrenze gestoßen sei. Zahlreiche zusätzliche Rettungskräfte wurden eingesetzt. Zudem kam es zu Hitzeschäden auf Autobahnen, die zu Verkehrsbehinderungen und Geschwindigkeitsbegrenzungen führten. Die Deutsche Bahn riet von nicht dringend notwendigen Reisen ab, da der Schienenverkehr unter den extremen Temperaturen leidet. Auch in Großbritannien kam es zu mehreren Todesfällen durch Ertrinken bei Badeunfällen. Nach Angaben von Wissenschaftlern wäre die Hitzewelle ohne menschengemachten Klimawandel praktisch unmöglich gewesen.
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