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Klima 27.07.2026, 05:10 Aktualisiert: 27.07.2026, 10:01

Waldbrände in Frankreich und Spanien: Lage bleibt kritisch - mehr als 250.000 Menschen evakuiert

In Frankreich wurden über 250.000 Menschen evakuiert, hauptsächlich in der Gironde.

Wichtige Fakten

  • In Frankreich wurden über 250.000 Menschen evakuiert, hauptsächlich in der Gironde.
  • Bei Madrid zeichnen sich Fortschritte ab; einige Evakuierte können zurückkehren.
  • Neuer Brand bei Valencia außer Kontrolle, 6.500 Hektar zerstört.
  • Erste Rückkehrer in Madrid erwartet, aber Lage weiter instabil.
  • Gironde-Feuer erzeugt eigene Feuergewitter, erstmals in Frankreich.

Brandlage in Südfrankreich weiterhin angespannt

Die Waldbrände in Südfrankreich bleiben kritisch. Das Feuer in der Gironde bei Bordeaux rückte am Wochenende weiter voran und ist nur noch rund 15 bis 20 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt. Rund 260.000 Menschen mussten insgesamt in Frankreich ihre Häuser verlassen. Die Behörden riefen Touristen auf, das Gebiet zu meiden. Die Feinstaubwerte sind alarmierend hoch; viele Anwohner tragen aus Vorsorge Masken. Der Bürgermeister von Bordeaux schloss eine Evakuierung der Stadt weiterhin aus.

Erste Fortschritte in Spanien

In Spanien zeichnen sich bei den Bränden westlich von Madrid erste Erfolge ab: Einige Evakuierte können in ihre Wohnorte zurückkehren. Allerdings bleibt die Lage angespannt, da ein neues Feuer nahe Valencia außer Kontrolle geraten ist und mindestens 15.000 Menschen zur Flucht zwang. Ministerpräsident Pedro Sánchez erklärte erneut die Klimanotlage und forderte einen landesweiten Pakt gegen die Klimakrise. In der Provinz Ávila brannten über 50.000 Hektar – ein trauriger Rekord.

Klimakrise als Brandbeschleuniger

Wissenschaftler führen die beispiellosen Feuer auf die Kombination aus nassem Winter, trockenem Frühjahr und Rekordhitzewellen zurück. In Deutschland hat sich die Zahl der Tage mit hoher Waldbrandgefahr verdoppelt. EU-Kommissarin Hadja Lahbib befürchtet einen weiteren historischen Brandrekord. Die Kosten der letzten Hitzewelle für Deutschland wurden auf 6,4 Milliarden Euro geschätzt.

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