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International 06.03.2026, 18:00

Europa im Fokus: Russische Sabotageverdächtige und eskalierender Streit zwischen Ungarn und Ukraine

22 Verdächtige in Litauen und Polen identifiziert, arbeiten für russischen Militärgeheimdienst.

Wichtige Fakten

  • 22 Verdächtige in Litauen und Polen identifiziert, arbeiten für russischen Militärgeheimdienst.
  • Paketbrände mit Sprengsätzen in Massagekissen in UK, Polen, Deutschland.
  • Ungarn beschlagnahmt 40 Mio. USD, 35 Mio. EUR und 9 kg Gold aus Ukraine.
  • Sieben Ukrainer festgenommen, Geldwäscheermittlungen eingeleitet.
  • Island plant Referendum zur Wiederaufnahme von EU-Beitrittsgesprächen.

Russische Sabotage in Europa

Ermittler aus Europa und Großbritannien haben 22 Verdächtige in Litauen und Polen identifiziert, die verdächtigt werden, für den russischen Militärgeheimdienst Paketbrände in Deutschland, Polen und einem DHL-Depot in Großbritannien verübt zu haben. Die Pakete enthielten Sprengsätze in Massagekissen, die durch elektronische Timer ausgelöst wurden. Ein Paket explodierte in einem DPD-LKW in Polen, ein weiteres fing in einem Sortierzentrum in Leipzig Feuer. Die Verdächtigen wurden über Online-Messaging-Dienste rekrutiert und in Kryptowährungen bezahlt. Russland bestreitet die Vorwürfe.

Eskalation zwischen Ungarn und Ukraine

Ungarn hat zwei ukrainische Panzerfahrzeuge mit Bargeld und Gold beschlagnahmt und sieben Ukrainer festgenommen, wobei eine Geldwäscheermittlung eingeleitet wurde. Ungarische Beamte bezweifeln die Legitimität der Transaktion, während die Ukraine dies als politisch motivierten Akt bezeichnet. Der Konflikt verschärft sich nach Äußerungen des ukrainischen Präsidenten Zelenskyj, die als Drohung gegen den ungarischen Premierminister Orbán interpretiert wurden. Die EU-Kommission kritisiert Zelenskyjs Sprache als inakzeptabel.

Island und EU-Beitrittsgespräche

Island hat ein Referendum zur Wiederaufnahme von EU-Beitrittsgesprächen für den 29. August vorgeschlagen, vorbehaltlich der parlamentarischen Zustimmung. Die EU begrüßt den Schritt und betont den veränderten geopolitischen Kontext. Umfragen zeigen eine Mehrheit der Isländer für die Wiederaufnahme der Gespräche, wobei ein endgültiger Beitritt einem weiteren Referendum unterliegen würde.

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