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Gesellschaft 14.07.2026, 03:07 Aktualisiert: 14.07.2026, 08:01

Ex-Yakuza: Japans berüchtigte Bande im Niedergang

Mako Nishimura ist Japans einzige bekannte Ex-Yakuza-Frau.

Wichtige Fakten

  • Mako Nishimura ist Japans einzige bekannte Ex-Yakuza-Frau.
  • Die Yakuza-Mitgliederzahl sank von 180.000 auf unter 10.000.
  • Nishimura schnitt sich als Sühne ein Fingerglied ab.
  • Sie unterstützt heute mit ihrer Hilfeorganisation andere Aussteiger.
  • Tätowierungen erschweren Aussteigern den Weg zurück ins Alltagsleben.

Vom Gangsterleben zur Müllsammel-Aktion

Mako Nishimura, eine knapp 60-jährige Japanerin, war früher Mitglied der Yakuza – dem organisierten Verbrechen in Japan. Sie dealte Drogen, kassierte Schutzgeld und schlug zu, wenn nötig. Heute organisiert sie freiwillige Müllsammel-Aktionen und hilft anderen Ex-Häftlingen, wieder ins bürgerliche Leben zu finden. Nishimura ist die einzige bekannte Frau, die offen zugibt, Mitglied der Yakuza gewesen zu sein. Ihre Tätowierungen, ein Drache und ein Tiger, und ein fehlendes Fingerglied – sie schnitt es sich zur Sühne ab – zeugen von ihrer Vergangenheit.

Niedergang der Yakuza

Die Yakuza, einst 180.000 Mitglieder stark, zählt heute weniger als 10.000 Angehörige. Wirtschaftskrise, schärfere Gesetze und der Druck der Polizei haben die Banden seit den 1990er-Jahren in die Defensive gedrängt. Nishimura berichtet, dass selbst Schutzgelderpressung nicht mehr funktioniert. Der Ausstieg bleibt jedoch schwierig: Ihre Tätowierungen verrieten sie bei Bewerbungen. Mit einer Selbsthilfeorganisation schaffte sie 2012 den endgültigen Absprung und unterstützt nun andere auf dem Weg zurück in die Gesellschaft – angefangen beim Müllsammeln.

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