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Kultur 01.08.2026, 13:22 Aktualisiert: 01.08.2026, 18:01

Exit-Festival verlässt Serbien unter staatlichem Druck

Staatliche Zuschüsse gestrichen, Sponsoren bedroht.

Wichtige Fakten

  • Staatliche Zuschüsse gestrichen, Sponsoren bedroht.
  • Direkte Drohungen des Geheimdienstes BIA.
  • Verhaftung des Bruders des Festivalgründers.
  • Festival zog nach Montenegro und Ägypten um.
  • Regierung greift zunehmend autoritär durch.

Exit-Festival weicht nach Montenegro aus

Das renommierte Exit-Festival, einst das größte Musikfestival des Balkans, findet nicht mehr in Serbien statt. Veranstalter Dusan Kovacevic erklärt, dass staatlicher Druck, einschließlich der Streichung von Zuschüssen, Bedrohungen von Sponsoren und direkten Drohungen des Geheimdienstes BIA, das Festival zum Umzug gezwungen habe.

Hintergrund: Studentenproteste und politische Repression

Das Festival hatte die Studentenproteste gegen Präsident Aleksandar Vucic unterstützt, die nach dem Einsturz des Bahnhofsvordachs in Novi Sad 2024 begannen. Während des Festivals sprachen Künstler wie Gala Unterstützungsbotschaften aus, was die Regierung veranlasste, härter durchzugreifen.

Umzug und Folgen

Der Umzug nach Montenegro im Juli 2026 war für viele Besucher eine emotionale Angelegenheit. Das Festival findet später auch in Ägypten statt. Oppositionelle Vertreter kritisieren die zunehmend autoritäre Kulturpolitik der Vucic-Regierung, die auch andere Veranstaltungen wie das Bitef Festival betrifft, wo das Organisationsteam durch regierungstreue Funktionäre ersetzt wurde.

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