Kusama-Rekord im Kölner Museum Ludwig: Über 450.000 Besucher sehen Punkte-Ausstellung
Wichtige Fakten
- • Kusama-Ausstellung im Museum Ludwig erreicht über 450.000 Besucher.
- • Bisheriger Rekord einer Edward-Hopper-Schau seit 2004/2005 mit 380.000 Tickets.
- • Rekord auch dank Social-Media-Hype, erreicht auch Museumsneulinge.
- • Museum Ludwig verlängert Öffnungszeiten 'Kusama-Nächte' am 1./2. August.
- • Ausstellung reist weiter ins Stedelijk Museum Amsterdam.
Besucherrekord und Überraschung
Die Yayoi-Kusama-Ausstellung im Museum Ludwig in Köln ist mit über 450.000 Besucherinnen und Besuchern die erfolgreichste in der Geschichte des Hauses. Sie übertrifft den bisherigen Rekord einer Edward-Hopper-Schau von 2004/2005 (380.000 Tickets). Museumsdirektor Yilmaz Dziewior zeigt sich überrascht vom Ausmaß des Erfolgs: Wochenlang waren Tagestickets ausverkauft, Menschen kamen aus ganz Deutschland, teils verkleidet.
Social Media macht Kuns neuem Publikum bekannt
Der Hype in den sozialen Medien erreichte auch Museumsneulinge, wie Dziewior betont. Viele Besucherinnen und Besucher seien zum ersten Mal im Haus gewesen. Kusama wirke als Vermittlerin zur restlichen Sammlung. Die Hoffnung: das neue Publikum langfristig binden. Aufgrund der hohen Nachfrage bleibt das Museum an den letzten beiden Tagen (1. und 2. August) bis spät in die Nacht geöffnet.
Infinity Rooms als Highlight
Besonderes Highlight der Ausstellung sind die begehbaren Infinity Rooms, die unendliche Räume erzeugen. Im 400 Quadratmeter großen DC-Saal des Museum Ludwig erstrecken sich tentakelartige Skulpturen, übersät mit Kusamas ikonischen Punkte-Muster in Gelb und Schwarz. Die Installation ist für jedes Museum der Tour angepasst, um den Effekt der Unendlichkeit zu ermöglichen.
Kusamas Kunst und Biografie
Neben den beliebten Fotomotiven zeigt die Ausstellung auch Kusamas künstlerische Entwicklung. Die 97-jährige lebt seit 1977 in einer psychiatrischen Klinik, nachdem sie ihre Halluzinationen als Kind künstlerisch zu verarbeiten begann. Thematisch verarbeitet sie existenzielle Fragen, Vergänglichkeit und Natur. Ihr Werk wird auch durch Kooperationen und eigenes Museum in Tokio als globale Ikone gewürdigt.
Abbau und Transport
Die Ausstellung mit knapp 300 Exponaten wird nun abgebaut und in zwanzig Sattelschleppern ins Stedelijk Museum nach Amsterdam transportiert. Der ehemalige Aufbau war bereits ein Kraftakt, der An- und Abtransport erfordert präzise Logistik: Kisten mit kontrolliertem Klima, Kuriere, Restauratoren und detaillierte Pläne.
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