Explosionen in Damaskus während Macron-Besuch: 18 Verletzte
Wichtige Fakten
- • Sprengsätze nahe Macrons Hotel detoniert während seines Syrien-Besuchs.
- • 18 Verletzte, darunter vier Polizisten bei Entschärfungsversuchen.
- • Macron blieb unverletzt, setzte Treffen mit al-Sharaa fort.
- • Frankreich und Syrien vereinbaren Austausch von Botschaftern.
- • Anschlag gefährdet Bemühungen Syriens um Stabilitätsimage.
Neue Details zu den Explosionen
Während des historischen Besuchs von Frankreichs Präsident Macron in Damaskus ereigneten sich am Dienstag zwei Explosionen in der Nähe des Luxushotels Four Seasons, das als Macrons Unterkunft gilt und auch UN-Personal sowie ausländische Diplomaten beherbergt. Nach Angaben des syrischen Innenministeriums wurden dabei 18 Menschen verletzt, darunter vier Polizisten, die bei Entschärfungsversuchen zweier Sprengsätze – einer in einem Auto, einer in einem Müllcontainer platziert – zu Schaden kamen. Macron selbst befand sich zum Zeitpunkt der Detonation bereits im Präsidentenpalast zu Gesprächen mit Syriens Übergangspräsidenten Ahmed al-Sharaa und blieb unverletzt. Sein Besuch wurde trotz der Vorfälle planmäßig fortgesetzt.
Hintergrund und sicherheitspolitische Implikationen
Die Explosionen reihen sich in eine Serie von Anschlägen in Syrien ein, darunter einen Bombenanschlag auf ein Café im Juli mit mehr als zehn Toten. Sie sind ein Rückschlag für Syriens neue Führung, die versucht, nach dem Sturz des Assad-Regimes ein Bild von Stabilität zu vermitteln und ausländische Investoren anzuziehen. Trotz der Sicherheitsvorfälle unterstrich Macron die Unterstützung Frankreichs für den Übergangsprozess und postete auf X: „Nichts kann den Wunsch der syrischen Männer und Frauen ersticken, in einem völlig souveränen, sicheren und geeinten Syrien zu leben.“ Im Anschluss an sein Treffen mit al-Sharaa vereinbarten beide Länder den Austausch von Botschaftern, ein wichtiger Schritt nach Jahren diplomatischer Eiszeit.
Wirtschaftliche Dimension des Besuchs
Begleitet wurde Macron von einer hochrangigen Wirtschaftsdelegation, darunter die Chefs von CMA CGM und TotalEnergies. Es wurden über ein Dutzend Abkommen unterzeichnet, darunter der Wiederaufbau von Wasser- und Strominfrastruktur in Homs, die technische Unterstützung für Syriens Zentralbank und der Ausbau des Flughafens Damaskus. Zudem begann die Rückführung von sichergestellten Vermögenswerten aus Assads Familie. Diese Vereinbarungen sollen Vertrauen in das kriegsgebeutelte Land schaffen, das mit einer desaströsen Wirtschaftslage kämpft: Rund 90 Prozent der Syrer leben in Armut, die Infrastruktur ist marode. Der Anschlag zeigt jedoch, dass die Sicherheitslage weiterhin fragil ist und die Stabilisierung des Landes noch lange dauern wird.
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