Fake-Dates: Queerfeindliche Angriffsserie in Deutschland
Wichtige Fakten
- • Über 70 angezeigte Fake-Date-Fälle in zehn Jahren.
- • Zahl queerfeindlicher Straftaten verzehnfacht seit 15 Jahren.
- • Discord-Server mit 1.500 Usern als Organisationsplattform genutzt.
- • Verfassungsschutz bestätigt rechtsextremes Mobilisierungspotenzial.
- • Queerbeauftragte fordert bundesweite Meldestelle.
Eskalation der Gewalt
Junge Männer organisieren sich in Gruppen, um über queere Dating-Apps Gewalt auszuüben. Sie vernetzen sich über Discord-Server und teilen Aufnahmen ihrer Taten. Ein Opfer berichtet von einem Angriff, bei dem er aus dem Auto gezerrt und erniedrigt wurde. Die Täter nannten sich 'Pedo-Hunter' und geben vor, Kinderschutz zu betreiben, obwohl sie queere Menschen angreifen.
Verbindungen in die rechte Szene
Die Recherche ergab, dass auf den Servern rechtsextreme Symbole geteilt werden und Nutzer homosexuelle Menschen mit Pädophilen gleichsetzen. Der Verfassungsschutz bestätigt, dass 'Pedo Huntings' ein hohes Mobilisierungspotenzial für rechtsextremistische Jugendliche haben. Ein Betreiber zeigte sich unbelehrbar und bezeichnete sich trotz rechtsextremer Inhalte als unpolitisch.
Forderungen und Maßnahmen
Die Queerbeauftragte Sophie Koch fordert eine bundesweite Meldestelle für queerfeindliche Übergriffe. Innenministerium erstellt eine Handreichung für Polizeidienststellen, um Straftaten einheitlicher zu erfassen. Opfer Lukas hofft weiterhin auf gute Menschen und nutzt wieder Dating-Apps.
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