Fast jedes zehnte Bewährungshostel in England und Wales geschlossen
Wichtige Fakten
- • Neun von 105 Bewährungshostelen geschlossen.
- • Sicherheitspersonal muss oft Fachkräfte ersetzen.
- • 6.000 Gefangene sollen im September vorzeitig entlassen werden.
- • Gewerkschaft fordert Investitionen in die Infrastruktur
Krise in Bewährungshostelen
In England und Wales sind fast 10 Prozent der Bewährungshostelen ('approved premises') für besonders gefährliche Straftäter geschlossen. Grund sei eine Personalkrise, wie aus einem geleakten Memo hervorgeht. Die Einrichtungen sollen die Rückkehr von Gewaltverbrechern in die Gesellschaft überwachen. Aufgrund fehlenden Personals müssen dort oft ungeschulte Sicherheitskräfte die Arbeit der Bewährungshelfer übernehmen, bestätigte das Justizministerium.
Öffentlichkeit in Gefahr
Der oberste Bewährungsinspekteur Martin Jones warnte, die Öffentlichkeit werde durch die Schließungen und mangelnde Personalausstattung gefährdet. 'Sicherheitskräfte sind nicht für die Arbeit mit diesen Risikopersonen ausgebildet', so Jones. Insider berichten von hohem Stressniveau und vermehrten krankheitsbedingten Ausfällen. Die Maßnahme steht im Zusammenhang mit der geplanten vorzeitigen Freilassung von tausenden Straftätern im September 2026.
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