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Inland 30.03.2026, 15:05 Aktualisiert: 30.03.2026, 18:10

Festnahme mutmaßlichen Russland-Spions in Hagen: Ermittlungen zu Ausspähaktion

53-jähriger Ukrainer in Hagen festgenommen wegen Spionageverdachts für Russland

Wichtige Fakten

  • 53-jähriger Ukrainer in Hagen festgenommen wegen Spionageverdachts für Russland
  • Zielperson war ein in Deutschland lebender Ukrainer, der gegen Russland gekämpft hatte
  • Bundesanwaltschaft befürchtete Racheaktion des russischen Geheimdienstes
  • Untersuchungshaft angeordnet, mehrere ähnliche Fälle in den letzten Monaten
  • Russische Spionageaktivitäten in Deutschland laut Verfassungsschutz deutlich verschärft

Festnahme und Hintergrund

Die Bundesanwaltschaft hat im nordrhein-westfälischen Hagen einen 53-jährigen Ukrainer festnehmen lassen, der mutmaßlich im Auftrag eines russischen Geheimdienstes einen Landsmann in Deutschland ausspähte. Der Beschuldigte sitzt in Untersuchungshaft, nachdem ein Haftbefehl erlassen wurde. Hintergrund der Ausspähaktion soll sein, dass das mögliche Opfer aufseiten der ukrainischen Armee gegen Russland gekämpft hatte, und die Ermittler befürchten, dass der russische Geheimdienst eine Racheaktion plante.

Vergleichbare Fälle und Bedrohungslage

In den vergangenen Monaten gab es mehrere ähnliche Fälle, darunter die Festnahmen einer Rumänin in Rheine und eines Ukrainers in Spanien, die ebenfalls im Auftrag russischer Geheimdienste spioniert haben sollen. Laut Bundesanwaltschaft besteht kein direkter Zusammenhang zur aktuellen Festnahme. Seit dem russischen Angriff auf die Ukraine hat sich die Bedrohung durch russische Spionage, Sabotage und Desinformation nach Einschätzung des Bundesamts für Verfassungsschutz deutlich verschärft, wobei auch kleinkriminelle Milieus für Operationen angeworben werden.

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